Leserbriefe

Zuverlässigkeit und Kundenservice

22.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Schrauder, Nürtingen. Seit über 50 Jahren fahre ich Bahn, früher sehr gern, heute nur noch mit Bauchweh. Im Nahverkehr, zum Beispiel Nürtingen–Stuttgart, klappt es eigentlich immer. Sowie man sich aber dem Fernverkehr anvertraut, beginnen die Unsicherheiten. Ich muss häufig nach Mannheim, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Kusel, Trier und kann nach eigenem Erleben sagen, dass von fünf Fahrten vier nicht so ablaufen wie geplant und bezahlt. Es kommt hinzu, dass ich gehbehindert und auf Abholer am Ziel angewiesen bin, deren Hilfsbereitschaft zunehmend mit der Zahl der Verspätungen schwindet.

Nach den neuen Bestimmungen kann man einen Teil des Fahrgeldes bei Verspätungen zurückverlangen. Dieses Recht hätte ich bei wenigstens einem Drittel aller Fahrten ausüben können, habe aber bisher darauf verzichtet. Aus gutem Grund, wie ein aktueller Vorgang zeigt: 18. Juni: Fahrt von Ludwigshafen (Mannheim) nach Nürtingen, Zug hat bereits bei Abfahrt 25 Minuten Verspätung, baut diese bis Stuttgart auf über eine Stunde aus, zwischendurch minutenlanger Halt unfahrplanmäßig in Vaihingen und landet endlich in Nürtingen 80 Minuten zu spät. Es gab (wie praktisch immer) keinerlei Informationen über das Warum und wie lange.

20. Juni: Schriftlicher Antrag auf Teilfahrpreiserstattung (25 Prozent aus 17,50 Euro). 16. Juli: Antwort der Bahn, Abteilung Fahrgastrechte: Bitte Zugnummern und Gründe, von mir am 19. Juli beantwortet. Nächste Reaktion der Bahn am 14. August, sie bräuchten noch die Kontonummer, die ich bereits im Antrag am 20. Juni angegeben hatte. Es geht hier um einen Betrag von 4,37 Euro und der betriebene Aufwand – auf beiden Seiten – liegt deutlich darüber. Muss man sich da nicht fragen, ob da eine Absicht dahintersteckt, nämlich die Kunden von der Ausübung ihrer Fahrgastrechte abzuhalten? Übrigens, ich habe seit zwölf Jahren die Bahncard 50 und zahle aktuell 250 Euro dafür.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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