Leserbriefe

Zur Gestaltung des Schillerplatzes

21.06.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eckhard Finckh, Nürtingen. Zum Artikel „Ringen um eine attraktive Innenstadt“ vom 13. Juni. Der Zeitungsbericht über die Informationsveranstaltung des CDU-Stadtverbands enthielt Lob und Kritik in Sachen weitere Gestaltung des Schillerplatzes. An der Planung des bhm-Büros fallen mir besonders drei fragwürdige Punkte auf. Zum ersten: Nürtingen erhält einen begehbaren Wasserfall. Tagsüber soll er wegen Gefahr für Kinder klein gehalten werden. Nachts soll er mit viel Wasser und einem schlauen Beleuchtungskonzept eine Attraktion für die Stadt darstellen. Diese Wasser-Installation ist kein Brunnen mehr. Ein Brunnen hat ein Becken und eine Einfassung. Das bisher bestehende Rund aus weißem Marmor hat diese Funktion großzügig erfüllt. Radtouristen, Eltern mit Kindern, Fußgänger setzen sich auf den Brunnenrand. Im Sommer ein schöner Platz. Kräftig fließendes Wasser, sagenhafte Stierköpfe, verspielte Formen der Steinskulpturen, das alles passt zusammen, strahlt Ruhe aus und wirkt wie der harmonische Mittelpunkt der Stadt.

Der zweite Punkt wurde schon verschiedentlich angesprochen: das Fällen von fünf relativ hohen Bäumen. Begründung der Planer: die Kirche soll optisch „freigelegt“ werden. Ich finde, die kleine ehemalige Friedhofskirche ist kein so bedeutendes kunstgeschichtliches Denkmal, um es auszustellen. Wichtig ist sie als Kulturraum zum Besuchen im Innern. Sind die Bäume nichts wert? Gerade in diesen heißen Monaten freut sich jeder irgendwie empfindende Mensch über die Kühle, die ein schattenspendender Baum produziert. Dazu kommt der Klimaeffekt des CO2-Abbaus. Gibt es eine Erweiterung der heißen Steinfläche in der prallen Sonne? Es ist grotesk. Bei der Planung der Bahnstadt wollen Bürger mehr Begrünung. Am Schillerplatz wird die Ent-Grünung geplant.

Mein wichtigster, dritter Punk betrifft die dreieckige Stahlplastik zwischen Kirche und Buchhandlung. Sie trägt zwei Schaukästen für Plakate der städtischen kulturellen Veranstaltungen und einer wurde zum „Denkort“ für die Erinnerung an finstere Zeiten. Die Lage dieses komplexen Informationssystems ist genau kalkuliert, bieten die drei Kästen doch den vielen Passanten die Gelegenheit, sich mit einem kurzen Blick zu informieren, und bei Interesse auch genauer hinzuschauen. Übrigens haben Plakate ja oft auch einen emotionalen Wert, je nach künstlerischem Design. Und jetzt der Satz aus dem Bericht, der mir die Haare sträubt: „Eine digitale Anzeige soll den Infokasten vor der Kirche ersetzen“. Meine Bitte an den Planer: die analoge und formschöne Informationseinrichtung erhalten. Ihre Vorteile sind offensichtlich.

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