Leserbriefe

Zum Glück gibt es noch Menschlichkeit

23.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Katrin Müller, NT-Zizishausen. Am vergangenen Sonntag erlebten wir noch absolute Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft! Mein Sohn hatte Konfirmation. Deshalb hatte ich meine schon etwas gebrechliche Mutter ab Freitag im Hotel Vetter eingemietet. Sie wollte mit dem Taxi die kurze Strecke von der Stadt nach Zizishausen zurücklegen, damit ich morgens nicht noch den Stress habe, sie zu holen. Wir bestellten am Freitagabend bei einem ortsansässigen Taxiunternehmen das Taxi, nannten alle Adressen und auch, dass ein Rollator mitzunehmen sei. Uns wurde versichert, dass alles glatt gehen wird.

Leider wartete meine Mutter am Sonntagmorgen vergeblich auf das Taxi. Weder der Anruf von mir noch von freundlichen und hilfsbereiten Hotelangestellten wurde entgegengenommen. Nach circa 20 Minuten Wartezeit erklärte sich spontan die Seniorchefin bereit, meine Mutter zur Kirche nach Zizishausen zu fahren. Durch diese selbstlose Aktion konnte meine Mutter gerade noch pünktlich am Gottesdienst teilnehmen.

Ich frage mich nun: War es dem Taxiunternehmen am Sonntag zu früh? Zu lästig, einer gebrechlichen Frau ihren Rollator einzupacken und ihr auch noch ins Auto zu helfen? Die Fahrt zu kurz und damit nicht rentabel? Warum konnte das nicht gleich am Freitag, als wir die Fahrt bestellt haben, gesagt werden? Auch die Versuche, das Taxiunternehmen im Nachhinein zu erreichen, scheiterte bisher. Warum ist mir nicht klar. Keiner geht ans Telefon.

Umso mehr möchte ich mich beim Team des Hotels Vetter bedanken, die meine Mutter während ihres Aufenthaltes weit über ihre Aufgabe als Dienstleister betreut haben. Dies ist wirklich ein Familienhotel! Durch die Fahrt meiner Mutter zur Kirche wurde wahre Nächstenliebe gezeigt.

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Abstrakte Argumente von de Maizière

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