Leserbriefe

Zu wenig Barmherzigkeit

11.10.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Arabella Unger, Frickenhausen. Zum Artikel „Manche haben mich blöd angeschaut“ vom 5. Oktober.

Als ich selbst unlängst parallel zur Straße von Frickenhausen nach Nürtingen unterwegs war, sah ich ebenfalls ein Eichhörnchen – vielleicht das gleiche wie im Artikel – wie es knapp dem Tod oder der Verletzung durch ein Auto entging. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Insofern kann ich der Auffassung von Herrn Rommel nur beipflichten und ihn für seine Tat beglückwünschen.

Traurig stimmt mich allerdings, dass man für etwas, was selbstverständlich sein sollte, nämlich die Hilfe für ein verletztes Lebewesen, auf Unverständnis anderer Verkehrsteilnehmer stößt. Sie sind ein Spiegel unserer Gesellschaft, wo Gleichgültigkeit und Gier dominieren, so wie zum Beispiel auch bei der katholischen Kirchengemeinde Frickenhausen, die sich gerade zur 50. „Sau-Kirbe“ rüstet. Nur um des Vergnügens willen wird hier eines der intelligentesten Tiere, das Schwein, zur „Sau“ abqualifiziert, damit man sich so besser innerlich abstumpfen kann und ein mögliches aufkommendes Mitgefühl schon im Keime ersticken kann.

Und das bei einem Papst Franziskus, der auch hier den Finger auf die Wunde gelegt hat, nämlich dass es zu wenig Barmherzigkeit gibt.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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