Leserbriefe

Zahnersatz ist keine Handelsware

05.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Torsten Tiedemann, Unterensingen. Zum Leserbrief „Eine Zweitmeinung lohnt sich fast immer“ vom 2. September. Frau Klink wirbt unverhohlen für ein Internetportal, bei dem man seinen Zahnersatz im Rahmen einer Auktion er- oder versteigern kann. Die „Kosteneinsparungen entstehen im Labor“.

Als Inhaber eines zahntechnischen Labors vor Ort kann ich diese Werbung nicht unkommentiert lassen! Zahnersatz ist keine Handelsware, die man bei Ebay versteigern kann. Zahnersatz wird individuell für jeden Patienten hergestellt, ist ein Medizinprodukt und erfordert vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patienten, Behandler und Dentallabor. Welcher Zahnarzt beteiligt sich aber an solchen Auktionsportalen? Sicherlich nicht derjenige, der aufgrund von positiver Mundpropaganda mit Patienten ausgelastet ist. Meine zahnärztlichen Kunden brauchen jedenfalls keine Patienten zu „ersteigern“. Und zu den „Einsparungen im Labor“ ist zu sagen, dass wir im gewerblichen Labor (Innungs-Meisterbetrieb) anständige Löhne zahlen, Nachwuchs ausbilden und nur beste Materialien verwenden. Mit unseren Preisen nehmen wir am Wettbewerb teil. Sparen kann ein Labor nur am Lohn und am Material. Solchen von ausgebeuteten Kräften hergestellten Billigzahnersatz möchte aber ich zumindest nicht in meinem Mund haben.

Leserbriefe

Steht Stuttgart 21 auf der Kippe?

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Stuttgart 21 – ICE hält nicht am Flughafen“ vom 9. Januar. „Stuttgart 21 – das neue Herz Europas“ hieß 2009 die millionenschwere Werbekampagne aus Steuergeldern, mit der dem zögernden Volk die märchenhafte S21-Milliarden-Immobilien-Verschwörung aus…

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