Leserbriefe

Wurde Klimawandel berücksichtigt?

10.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Daniel Brink, Nürtingen. Dass die Häuser auf dem Wörth-Areal nicht gebaut werden, wünschen sich Nürtinger Bürger, die ihre Stadt lieben. Oder etwa nicht? Die Bebauung der Fläche mit den sogenannten Neckarvillen hat natürlich finanzielle Gründe, aber dem „gesunden Menschenverstand“ gebührt ebenso eine Beachtung dieser Situation. Es ist erstaunlich, dass in der Diskussion um die Bebauung das aktuellste Thema der letzten und der kommenden Jahre, nämlich der extreme Klimawandel, nicht angesprochen wird. Das nächste Neckarhochwasser ist unabwendbar. Folglich ist die Anpassung der Menschen an die Natur unausweichlich. So war es und so wird es auch in Zukunft sein.

Die Architektur und die Bauweise der Behausungen der Menschen ändern sich ständig, besonders in der aktuellen Epoche. Die Architekten haben ihre Planungen schon längst auf das extreme Wetter abgestimmt. Das Bebauen der Flächen nah an Flüssen ist nicht zeitgemäß. Vernunft ist maßgebend. Überdies ist diese Fläche für die Allgemeinheit bestimmt und darf nicht für eine privilegierte Minderheit zugebaut werden. Ein Neckarpark auf diesem Areal ist die intelligente und vernunftbegabte Handlung.

Apropos Park, da möchte ich noch an unseren schönen Galgenbergpark erinnern, der sicherlich von einigen Nürtingern, im Gegensatz zu dem Stadtpark bei der Kreuzkirche, unbeachtet ist. Im Kreuzkirchpark leben zwar nicht mehr so viele Bäume, dafür gibt es dort einen Kinderspielplatz und ein Denkmal. Der Kinderspielplatz wird ausgebaut. Und das bei jedem Wetter! Eis und Schnee sind da kein Hindernis, wie es am letzten Samstag geschah. Das Denkmal, der Hölderlin-Brunnen, funktioniert nicht, die Pumpe ist defekt. (Bei der Reparatur der Pumpe bin ich gerne behilflich, natürlich unentgeltlich.)

Sind die Bürger Nürtingens mit solchen „Neuordnungen“ einverstanden?

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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