Leserbriefe

Würde die Bedeutung der Kirche schwächen

25.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sabine Aschrafi, Wendlingen. Zum Artikel „Die Chance zur Gestaltung besteht jetzt“ vom 19. November. Die Gemeinde hatte, wie versprochen, die Gelegenheit, „sich aktiv in den weiteren Prozess der Fusion einzubringen“, allerdings unter Bedingungen, die eine fruchtbare Diskussion fast ausschlossen. Ohne jegliche Vorkenntnisse über den Stand der Dinge waren ihr die teilweise sehr überraschenden und mit vielen Zahlen gespickten Informationen während des kurzen Vortrags viel zu neu, um spontan dazu Stellung nehmen zu können. Den Teilnehmern wurde keinerlei „Verdauungszeit“ eingeräumt. Ich hoffe auf eine neue Chance!

Neben der Beeinflussung des mündigen Bürgers durch die in einem unabhängigen und objektiven Gutachten zur Gebäudekonzeption sicher nicht üblichen Wertungen der daran beteiligten AG bemängele ich, dass darin leider nicht alle verwirklichbaren Überlegungen aufgeführt sind. Gab es dazu gewisse Vorgaben? Von wem? Auffallend ist hier, dass die Stellung und Funktion der Johanneskirche als zentrale Kirche in der Stadtmitte bei allen Vorschlägen mehr oder weniger in Frage gestellt wird. Dabei ist es eine Tatsache, dass es kein besseres Symbol für die Einheit zweier Gemeinden gibt als ein Gotteshaus, das wie Rathaus, Stadthalle und Festplatz direkt im Herzen der Stadt liegt. Könnte man bei dem vorgeschlagenen Umfunktionieren der Kirche in einen Ort für „Sonderveranstaltungen“ und selten stattfindende „Sondergottesdienste“ in einem „(multifunktional nutzbaren) Gottesdienstraum“ wirklich noch von „Kirche“ sprechen? Dies wäre ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich seit Jahrzehnten mit viel Herzblut, unzähligen Spenden und größter Opferbereitschaft für „ihre“ Kirche eingesetzt haben. Könnte man ihnen noch guten Gewissens ins Auge schauen, wenn sie nach dem Abriss des Kleinods der Otto-Kirche im Jahr 1970 eventuell das Zerstören eines zweiten Gotteshauses innerhalb kürzester Zeit im selben Stadtteil hinnehmen müssten? Es ist absehbar, dass solch ein Vorgehen, wie in anderen Gemeinden schon geschehen, unter anderem unweigerlich zu verstärkten Kirchenaustritten führen würde. Angesichts zu vieler ungeklärter Fragen bezüglich dieser Problematik ist hier Eile völlig fehl am Platz.

Die wiederholte Aussage von Dekan Waldmann spricht vielen Betroffenen aus dem Herzen. Er kann sich „eine Stadtmitte ohne Kirche nicht vorstellen“, ebenso wenig wie „die Aufgabe der Johanneskirche . . . sie steht an zentralem Ort . . . neben dem Rathaus gelegen. Ein Rückzug oder eine Bauruine an dieser Stelle würde die öffentliche Bedeutung der Evangelischen Kirche sehr schwächen.“ Diesen Sätzen habe ich nichts hinzuzufügen.

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