Leserbriefe

Woran sich alle zu halten haben

08.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Morr, NT-Zizishausen. Dem Leserbrief „Daran haben sich die Moslems zu halten“ vom 1. Dezember möchte ich Folgendes hinzufügen: Egal ob muslimische Tradition oder Religion! – Über alle religiösen Gesetze hinweg haben wir uns alle und zuallererst an die weltlichen Gesetze Deutschlands zu halten!

Die Einhaltung unserer Gesetze heißt aber, dass Tiere nicht betäubungslos, religiösen Ritualen folgend, in jeder versteckten Ecke mehr oder weniger fachmännisch geschächtet werden dürfen. Selbst die Schächtung mit vorheriger Betäubung des Tieres widerspricht der Ethik der Mehrheit unserer Bevölkerung. Sie ist deshalb nur eine gesetzliche Ausnahmeregelung mit Rücksicht auf Juden und Muslime und wohlweislich auch genehmigungspflichtig.

Übrigens will selbst die Türkei ab 2011 die betäubungsfreie Schächtung verbieten. Wäre es nicht ein edler und ehrenhafter Zug der Muslime, aus Rücksicht auf das Empfinden der Mehrheit, auf die illegale Schächtung in unserem Lande zu verzichten? Wenn der Einzelne glaubt, aus tiefer Religiosität damit nicht leben zu können, bleibt ihm doch die Möglichkeit, in ein Land auszuwandern, wo er seiner Religion ungehindert nachgehen kann.

Die Behauptung, die in Deutschlands Schlachthöfen praktizierte Tötungsart wäre nicht humaner, ist polemisch und rechtfertigt die betäubungslose Schächtung trotzdem nicht. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen verurteilen Tiermediziner beide Arten der Schächtung als schlechte Tötungsmethode, eine Leidensverlängerung der Tiere bis zu maximal 13 Minuten, ohne Qualitätssteigerung des Fleisches für den Menschen.

Nur weil der Prophet nicht voraussehen konnte, dass es eines Tages Kühlschränke geben würde, Hygieneerkenntnisse und -vorkehrungen ebenfalls voranschreiten würden, darf diese mittelalterliche Tötungsart keinen Fortbestand haben. Zum Beweis: Wie hätten sonst alle Nicht-Muslime so erfolgreich und gesund überleben können?

Deshalb ja zur Religionsfreiheit, aber nein zur Schächtung von Tieren. Die ist laut Grundgesetz nicht als Gratis-Zugabe in der Religionsfreiheit enthalten!

Leserbriefe

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