Leserbriefe

Wolfschlugener Granitschotterwüsten

25.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Friedemann Hieber, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Wolfschlugens Jugend treibt es bunt“ vom 14. März. Ein großes Lob an die Jugend. Eine witzige Idee, eine Granitschotterwüste mit Holzblumen und bunten Bändern zu verschönern. Allerdings ein Armutszeugnis für den Stadtplaner, der diese Granitschottertristesse am Ortseingang verursacht hat. Ein Ortseingang ist die Visitenkarte der Gemeinde. Es soll ja Gemeinden geben, in denen echte Krokusse, Tulpen und Narzissen jetzt anfangen zu blühen. Diese sind dort auch kein Verkehrssicherheitshindernis, sondern eine Freude fürs Auge. Die Verkehrssicherheit wurde angeführt, warum alle Pflanzen verschwinden mussten.

Der Planer wird mir jetzt antworten, die arme Gemeinde könne sich keine Pflanzen leisten. Die Pflegearbeiten sind viel zu aufwendig. Das Unkrautvlies unter dem Schotter verhindert alles Unkraut. Da wir (noch nicht) in einer Wüste leben und die Natur viel stärker ist als man denkt, werden allerdings in wenigen Jahren auch dort wieder Wildkräuter sprießen. Dann wird vermutlich versucht werden, regelmäßig mit Unkrautvernichtern zu sprühen. Doch leider gilt das Pflanzenschutzgesetz auch für eine Gemeinde – Einsatz von Unkrautvernichtern (Totalherbiziden) im Straßenraum ist nicht gestattet. Es kann zu empfindlichen Strafen führen. Wenn sich jemand daran stört, dass unser Wasser mit Herbiziden angereichert wird. Und schon ist neben der Optik auch der Einspareffekt dahin. In Nürtingen gibt es übrigens eine Hochschule, die sich mit Fragen der Grünplanung beschäftigt.

Leserbriefe

Schon vergessen? Das ist keine Alternative

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Postfaktisch und die Arbeit der Presse“ vom 14. Januar. Niemand muss sich wundern, dass der Begriff „postfaktisch“ mit „Lügenzeit“ gleichgesetzt wird. Genauso ist das nämlich von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeint. Wer damit ein Problem…

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