Leserbriefe

Wohlstand – aber zu welchem Preis?

17.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rosemarie Krockenberger, Nürtingen. Zum Leitartikel „Wirtschaftliche Interessen“ vom 13. Dezember. Rainer Wehaus hat wieder einmal zugeschlagen. In seinem Leitartikel „Wirtschaftliche Interessen“ beklagt er, dass diese in Verruf geraten seien. Er verteidigt sie, weil sie uns den Wohlstand gebracht hätten.

Er vergisst aber zu sagen, zu welchem Preis das geschehen ist; zum Preis von Umweltzerstörung, wachsender Ungerechtigkeit in nationalem und globalem Ausmaß, zum Preis von Kriegen, zum Beispiel in Afghanistan, wo wir am Hindukusch unsere wirtschaftlichen und politischen Interessen verteidigen. Wehaus spricht von „großgeredeter Armut“, preist den Markt als Allheilmittel gegen „Gier, Kungelei und Korruption“ und versteigt sich zu der Behauptung, der Markt sei gerecht.

Erhard Eppler, und nicht nur er, hat vor vielen Jahren schon davon geredet und geschrieben, dass der Markt die natürlichen Lebensgrundlagen zerstören werde, wenn ihm keine Schranken gesetzt werden. Heute sehen wir, wie recht er hatte, wie weit dieser Zerstörungsprozess fortgeschritten ist. Und wir sehen, dass die Politik nicht in der Lage oder nicht willens ist, energische Schritte dagegen zu unternehmen. Die Konferenz von Cancun hat uns das eben wieder auf traurige Weise vor Augen geführt.

Leserbriefe

Die AfD und der Rauswurf Gedeons

Sven Rahlfs, Frickenhausen. Zum Artikel „Gedeon darf in AfD bleiben“ vom 11. Januar. Glückwunsch! Die AfD hat es mal wieder geschafft, alle an der Nase herum zu führen. Als die antisemitischen Veröffentlichungen Gedeons 2016 von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden gab sich ein kleiner Teil…

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