Leserbriefe

Wörth: Schaugerüst aufstellen

29.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Zum Artikel „Stadt präsentiert Visualisierung zum Wörth-Areal“ vom 26. Januar. Da die Planer der Bebauung nur eine verkaufsfördernde Darstellung der Gebäude im Gelände brachten, versuchte es das Forum-Wörth, einmal mit einer Grafik und einmal mit Luftballons. Die Grafik war ein Versuch, es deutlicher zu machen, und die Luftballons hatten auch die Probleme mit dem Wind. Keines der Modelle befriedigte den Wunsch, die Bausubstanz in ihrer Masse wirklichkeitsgetreu darzustellen. Sie ließen aber erkennen, dass vermieden werden soll, die totale Überbauung dieser Fläche öffentlich zu machen. In den Plänen kann man vieles verstecken. So auch in Bildern.

Die neueste Serie an Bildern verschleiert wieder einiges. Die Bäume am Neckar sind je nach Blickwinkel verschieden hoch, aber garantiert nicht so hoch oder höher wie die Gebäude. Ich habe mit einfachen Mitteln, einer Wasserwaage und einem 45-Grad-Winkel, die Höhe der Bäume überprüft. Die Bäume entlang des Dammes zwischen der Steinachmündung und der Hessestraße überragen den Damm weniger als 10 Meter. Die Weide an der Hessestraße, die direkt an der Wasserlinie des Neckars steht, hat eine Höhe von etwa 13 Metern. Sie ist der höchste Baum an der Baulinie. Es existiert kein Baum, der doppelt so hoch ist wie die Gebäude.

Die geplanten Gebäude sind also realistisch gesehen sehr viel höher als die vorhandenen Bäume, egal welche trickreiche optische Darstellung verbreitet wird. Dazu kommt noch die Verbauung nach unten, die überhaupt nicht zur Sprache kommt. Die massive Pfählung der Betonplatte wird total verschwiegen.

Um die Sache zu lösen, sollte endlich ein Schaugerüst aufgestellt werden, das die Dimensionen für jeden deutlich macht. Alles andere lässt den Schluss zu, es sollen die wahren Ausmaße der Eingriffe nicht gezeigt werden.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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