Leserbriefe

Wo bleiben die christlichen Werte?

05.01.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Sterr, Frickenhausen-Linsenhofen. Zum Artikel „Kaum noch Bundeswehr-Rekruten aus dem Land“ vom 20. Dezember. Frau von der Leyen will die Bundeswehr jetzt auch noch für Behinderte und Schwerbehinderte öffnen. In der Tat ist die Lage unserer Nation viel zu ernst, um mit wohlfeilen Sprüchen wie „vom letzten Aufgebot“ aufzuwarten.

Das Problem Bevölkerungsschwund betrifft nicht nur die Bundeswehr, sondern viele andere Felder auch. Beispiele: Schülermangel, Facharbeitermangel, Ärztemangel, immer weniger Arbeitende müssen immer mehr Rentner finanzieren und vieles mehr. Eine Ursache dieser unseligen Entwicklung liegt in der neomarxistischen Revolution von 1968. Der Schweizer Theologe Dr. Roger Liebi schreibt in seinem Buch „Leben wir wirklich in der Endzeit?“, dass diese Revolution geistesgeschichtlich einen der tiefsten Einschnitte in der Historie des Abendlandes darstellt. Vor der 68er-Revolution gehörten christliche Werte noch zum Konsens der Gesellschaft und die Ethik der Bibel und eine gewisse Ehrfurcht vor Gott prägten das Zusammenleben. Das wurde danach massenhaft über Bord geworfen. Kinder wurden viel zu oft als Karrierehindernis, Kostenfaktor und Einschränkung der persönlichen Freiheit empfunden. Folge: Bevölkerungsschwund.

Wie im Sendschreiben an die Gemeinde Laodizea (Offenbarung 3, 18) ist den politisch Verantwortlichen zu empfehlen, Augensalbe zu kaufen und ihre Augen zu salben. Dann werden sie wieder den Wert unserer eigenen Kinder sehen, sie als Reichtum, Segen und Zukunft erkennen. Sie werden erkennen, wie arm unser Land durch ihre desaströse Familienpolitik geworden ist (Beispiele Gender, Homo-Ehe). Oder werden wir erfahren, was in Matthäus 15, 14 beschrieben ist? „Lass sie, sie sind Blindenleiter! Wenn aber ein Blinder einen andern leitet, so fallen beide in die Grube.“

Einen Widerspruch sehe ich in der Aussage von Ministerpräsident Kretschmann „Wir sind ein reiches aber leider kinderarmes Land“ in der Nürtinger Zeitung vom 30. Januar 2014 und in dem Bericht vom 5. Juni 2015 mit dem Titel „Kretschmann: Klares Ja zur Homo-Ehe“.

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