Leserbriefe

Windkraft ist wirtschaftlich

03.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Friedrich Pfleghar, Oberboihingen. Zum Tagesthema „Windiges Ziel“ vom 20. Januar und zum Leserbrief „Windkraft und die Wirtschaftlichkeit“ vom 27. Januar. Natürlich stellt sich zunächst mal die Frage, was heißt überhaupt wirtschaftlich: Drei Prozent Rendite, acht Prozent oder zwölf Prozent oder noch mehr? Um was geht es überhaupt? Um Rendite für einen Großkonzern oder eine Bank? Nein, es geht um die Energiewende. Aber, wie Arnold Rieger im Tagesthema bereits feststellt, „die Energiewende muss auch in den Köpfen der Menschen ankommen“. Und genau da liegt der Hund begraben. Wenn man etwas will, dann geht das auch. Gründe dafür, dass etwas nicht geht, gibt es auch bei der Windkraft zuhauf. So wird zum Beispiel der Wind bei uns pauschal als zu gering moniert, was im Detail betrachtet definitiv nicht stimmt. Selbst hier bei uns in unmittelbarer Umgebung im Rübholz erreicht dieser, laut dem zitierten Windatlas, bereits durchschnittlich bis zu sechs Meter pro Sekunde in 140 Meter Nabenhöhe, was nach heute geltenden wirtschaftlichen Regeln als für Investoren absolut rentabel gilt.

Da sind sie wieder, die Pauschalierungen „verschon mein Haus, zünd andre an!“. Über Jahrzehnte wurde die Atomkraft mit Abermilliarden subventioniert, aber darüber redet keiner mehr, jetzt redet man nur noch über die Subventionierung der Windkraft und der Photovoltaikanlagen. Und die Entsorgung und Lagerung des ganzen Atommülls haben wir auch noch über Jahrhunderte zu tragen, da halten sich die Stromkonzerne schön raus, sie haben abkassiert und wir zahlen weiterhin die nicht billige Zeche.

Es gibt heute schon genügend, auch wirtschaftlich rentable, Standorte für Windkraftanlagen bei uns, auf der Alb und auch im Oberland, man muss nur wollen! Und ich denke, das sollten wir eigentlich alle wollen, in unserem Namen, aber auch im Namen unserer Kinder und Enkel.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

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