Leserbriefe

Windkraft ist keine Augenwischerei

24.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus, Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Aichtal-Neckartal. Zum Leserbrief „Windkraft ist reine Augenwischerei“ vom 17. Juli. Immerhin schreibt der Leser, dass er für einen Energiemix ist, also erneuerbare Energien nicht ganz ablehnt. Denn die regenerativen Energien sind bei der Stromerzeugung bis Ende des Jahres mit zirka 17 bis 18 Prozent beteiligt. Wer hätte das gedacht? Die Energiewirtschaft hat immer für unmöglich erklärt, dass dies bis Ende 2010 möglich sein wird. Des Weiteren will der Verfasser, dass die Erneuerbaren, die Fossilen und die Kernenergie gleich behandelt werden sollen. Auf dem Papier ist dies so sicherlich geregelt. Weil aber die schwerfälligen Kohle- und Kernkraftwerke nur langsam „runtergefahren“ werden können, wenn weniger Strom benötigt wird, werden Windräder abgestellt. Obwohl diese Vorrang in der Einspeisung hätten.

Absicht? Deshalb wären kleinere Gaskraftwerke, am besten Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen (sie erzeugen Wärme und Strom gleichzeitig) viel besser geeignet, weil sie schnell beeinflussbar sind. Und deshalb werden keine neuen Kohle- und Atomkraftwerke benötigt. Ob Gas, Kohle (wird auch eingeführt, weil billiger), Öl oder Uran, von allem sind wir derzeitig abhängig und die Menschen sollten grundsätzlich immer behutsam und sparsam damit umgehen. Klar ist, dass ein Ausbau der Kern- und Kohlekraft gefährlich und umweltschädlich ist und den Ausbau der erneuerbaren Energie behindert. Übrigens, ein großer Wirtschaftszweig ist inzwischen entstanden durch die erneuerbaren Energien – nicht nur in Deutschland hat dies viele Arbeitsplätze geschaffen. Wir exportieren die Technologie ja bereits. Übrigens: wenn ein Fernsehbildschirm flimmert oder Kühlaggregate ausfallen, dann ist dies kein Problem der Stromversorgung, wie zu lesen ist. Schließlich sind wir schon längst Stromexporteur!

Der Verfasser des Leserbriefes schreibt, dass derzeit zirka ein Drittel unserer Stromerzeugung aus Atomkraft gewonnen wird. Dies war mal so, inzwischen sind es nämlich nur noch zirka 22 bis 24 Prozent, da Atomkraftwerke inzwischen ganz abgeschaltet worden sind oder wegen Pannen erst mal stillgelegt werden mussten. Noch viel könnte dazu geschrieben werden, es ist ein sehr umfangreiches Thema. Die Informationen über die Medien sind meist spärlich, immerhin gab es im Fernsehen kürzlich zwei interessante Sendungen über den Zusammenhang der Überwachung der AKWs durch den TÜV, die einem das Grausen lehrt, und über die Machenschaften der Stromkonzerne in Sachen Atomkraft, wie sie die Laufzeitverlängerungen durchsetzen wollen.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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