Leserbriefe

Wer ist mitverantwortlich?

21.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mundy Hassan, Neckartenzlingen. Zu den Leserbriefen Augenwischerei vom 16. Februar und Haben Gespräch gesucht vom 20. Februar. Bei der Gemeinderatssitzung am 12. Februar hat die Demokratie gesiegt und sonst nichts. Die Aussage ökologisch aufgewertet wurde bereits im ersten Bauabschnitt des Golfplatzes zumindest von einem Neckartenzlinger Gemeinderat geäußert, der heute noch im Gemeinderat sitzt.

Beim ersten Golfplatzplanungsabschnitt stimmte der Gemeinderat mehrheitlich ohne die Stimme der SPD-Gemeinderatsfraktion den Golfplatzplänen nach anfänglich neun Löchern einer Größe von 18 Löchern zu. Heute sagen die gleichen Kommunalpolitiker nach langer Verzögerung nein. Bürgermeister Herbert Krüger hat nach meinem Demokratieverständnis nur das esagt, was er selbst verantworten kann.

So mancher Neckartenzlinger Bürger fragt sich, warum man Bürgermeister Krüger auch noch tadeln oder beschimpfen müsse und warum die Schuld grundsätzlich ihm zugeschoben werde. Der Gemeinderat konnte sich im Mai 2007 in Sachen Golfplatzerweiterung weder zu einem Ja noch zu einem Nein durchringen. Stattdessen wurde der Bürgermeister vom Gemeinderat beauftragt, die Machbarkeit und die möglichen Folgen für die Gemeinde bei der Region Stuttgart abzuklären.

Die einen Gemeinderäte sagen Es lag keine Voranfrage vor und die anderen Doch, es lag eine Voranfrage sogar mit Zeichnungen vor. Der Gemeinderat hatte dem Betreiber zugehört und mit ihm diskutiert. Anschließend war den Räten klar, dass der Betreiber die Unterlagen zur Überprüfung an das Regierungspräsidium gibt.

Einige Gemeinderäte waren erleichtert, dass die Entscheidung vom Regierungspräsidium fallen muss. Untereinander waren sich die Gemeinderäte bereits einig, keine Informationen an den Bürger zu geben. Ich frage mich, ob dieses Verhalten richtig ist? Ist das die Bürgernähe, die man vor der Gemeinderatswahl versprochen hat? Auch hätte der Ältestenrat bei Festlegung der Tagesordnungspunkte die Verfahrensweise regeln können.

Hier frage ich mich, wozu der Ältestenrat eigentlich da ist? Sicherlich nicht dazu, um den Bürgermeister während seines Vortrags zu unterbrechen. Es wäre besser, wenn von vornherein ein interfraktionelles Gespräch zustande gekommen wäre. Der Neckartenzlinger Bürger ist schockiert über dieses Verhalten, wie unlängst auch im evangelischen Gemeindehaus zu erfahren war.

Mit Sicherheit wird dieses Thema bei der kommenden Gemeinderatswahl noch von verschiedenen Bürgern angeschnitten werden. Daher bitte ich Bert Hauser, Gerhard Jakob und meine Mitstreiter, mit der Diskussion über Bürgermeister Herbert Krüger aufzuhören und sich auf die Rettung des Rainerwalds zu konzentrieren, denn wir wissen nicht, was auf die Ablehnung noch folgen wird. Auch wartet die schwierige Aufgabe, die Mandatsträger im Kreis und Land sachlich zu überzeugen.

Leserbriefe

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