Leserbriefe

Wem ist Nürtingen mehr verpflichtet?

25.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heike Gantke, Großbettlingen. Zum Artikel „Biogas: die Fronten sind verhärtet“ vom 19. Oktober. Dass Oberbürgermeister Heirich sich nach Gutsherrenart über Wünsche und Bedenken seiner Bürger hinwegsetzt, dürfte spätestens mit deren Zurückweisung in der Diskussion um das Wörth-Areal jedem klar geworden sein.

Mit dem jetzt erfolgten Beschluss zur 26. Flächennutzungsplanänderung aber hat der Stil des Nürtinger Rathauses eine neue Dimension erlangt: Weder der Hinweis auf die schwierige Rechtslage noch die Befürchtungen der Bürgermeisterkollegen hinsichtlich eines belasteten Verhältnisses zum Verband Region Stuttgart oder die Feststellung, dass auf die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft schwere Zeiten zukommen werden, hielten den sichtlich erregten Oberbürgermeister (dem die Investoren im Sitzungssaal buchstäblich „im Nacken saßen“) davon ab, seinen Willen durchzusetzen. Aber mit was für einem mageren Ergebnis? Vier Kommunen sind gegen den Aufstellungsbeschluss und nur zwei dafür. Allein die Stimmengewichtung hat für Nürtingen zum fragwürdigen Erfolg geführt.

Ist Nürtingen dem Investor ReFood wirklich mehr verpflichtet als dem Nachbarn Großbettlingen, den Partnern in der Verwaltungsgemeinschaft und nicht zuletzt den eigenen Bürgern? Die werden als Steuerzahler nämlich am Ende die Zeche zahlen, falls das Gericht den Zielabweichungsbescheid des Regierungspräsidiums Stuttgart für ungültig erklären sollte und die Stadt Nürtingen sowohl Flächennutzungsplanänderung als auch Bebauungsplan „den Hasen geben“ kann.

Leserbriefe

Verkehrsprobleme werden nicht gelöst

Raimund Popp, Nürtingen. Zum Artikel „Der Sieger kommt aus der Schweiz“ vom 20. September. Bevor die Umsetzung der Bahnstadt beginnt, muss der Kreuzungsknoten beim Amtsgericht nachweislich gelöst werden. Eine kleine Übersicht zum Plan der Bahnstadt: alle östlichen Häuser direkt an den…

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