Leserbriefe

Welt-Frieden mit der UNO

06.10.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Leitartikel „Keine Absage an die Welt“ vom 21. September. „Keine Absage an die Welt“ überschreibt die Nürtinger Zeitung den Leitartikel über den ersten Auftritt von US-Präsident Trump vor der UN-Vollversammlung. Trotz der massiven Kriegs-Drohungen mit der völligen Zerstörung Nordkoreas gäbe es Hoffnung, dass die UNO auch von den USA wieder ernst genommen werden könnte.

Zur Erinnerung: Es war ein US-Präsident und bedeutender Staatsmann, der 1945 maßgeblich dafür gesorgt hat, dass die UNO gegründet wurde, um die Schrecken des Krieges auf Dauer zu verhindern – der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt. Es wird höchste Zeit, dass auch die USA und ihre engen Verbündeten wieder zu der Verantwortung und zu den Werten zurückfinden, die damals gegolten haben. Die UNO ist mit 193 Staaten die einzige Institution, um der ganzen Welt Frieden zu bringen.

Jean Ziegler, der unerschrockene und langjährige UN-Sonderbotschafter aus der Schweiz, kennt die Probleme der UNO sehr genau. Aber auch er hat die Forderung erneuert, statt der G20-Show wieder die weltweit anerkannte UNO zu stärken. Sein neues Buch „Der schmale Grat der Hoffnung“ ist eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Frieden ist die wichtigste Aufgabe in der ganzen Welt, damit auch die 60 Millionen Flüchtlinge wieder in ihrer eigenen Heimat leben können ohne Krieg, Ausbeutung und Sklaverei. Dazu gehört auch Abrüstung statt Waffenexport und die Erhaltung der Umwelt auf unserer einzigen Erde.

Frieden war auch das Thema der aufrüttelnden Ansprache von Eugen Drewermann in der Versöhnungskirche bei der Ramstein-Kampagne der Friedensbewegung. Keine Drohnenmorde, keine Atomwaffen sind Forderungen von Menschen, die auch ihren Kindern eine Welt voller Leben erhalten wollen. Mit seiner neuen Ostpolitik war Deutschland mit dem Kanzler Willy Brandt eine wohltuende Hoffnung für ein friedliches Europa unter Einbeziehung Russlands. Jetzt gefährden die etablierten Parteien und das US-Imperium wieder den Frieden mit kriegerischen Manövern im Osten und deutsche Politik heißt „Weiter so“ mit Aufrüstungs-Milliarden.

Allerdings gibt es auch Parteien wie Die Linke, frei von „lenkenden“ Großspenden von Auto-Konzernen und Rüstungsfirmen, für die ist Frieden und Abrüstung das klare Ziel ihrer Politik und für eine Welt, in der wir mit allen Völkern „gut und gerne leben wollen“.

Leserbriefe

Nahverkehrsabgabe statt Schwarzfahren

Erwin Sass, Nürtingen. Zum Artikel „Schwarzfahrer – Sperren nicht umsetzbar“ vom 19. Oktober. Eine einfache Lösung wäre zum Beispiel den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, stattdessen eine Art Nahverkehrsabgabe einzuführen, die dann auch jeder zahlen muss (auch die Schwarzfahrer) ob er will oder…

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