Leserbriefe

Was soll eine Neiddebatte?

09.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Flüchtlinge und Bildung“ vom 5. Juli. Frau Weber spielt zum wiederholten Mal ein mindestens diskussionswürdiges Spiel mit der Wahrheit.

Ja, es ist nicht unmöglich, dass in Sachen Integration die eher gelungenen Beispiele genannt werden. Dies ist menschlich ganz normal, jeder berichtet gerne von Erfolgen.

Nun aber zu den Geflüchteten. Es ist normal, dass jeder Mensch für einen Neustart im Leben die bestmögliche Basis will, für Menschen, die unser duales Bildungssystem nicht kennen, ist das eben das Studium.

Um diesen Menschen die Wege und Chancen in der deutschen Berufswelt zu zeigen, gibt es in vielen Berufsverbänden Integrationslotsen. Hier hat eine sehr wichtige Arbeit für die Menschen, die zu uns geflohen sind, und die heimische Wirtschaft begonnen. Eine echte Chance für alle, die in den Arbeitsmarkt integrierbar sind. Bei schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen leisten hier die Schulen Beispielhaftes!

Die von Frau Weber angeblich erkannten Familienverbände, die ohne Bildung zu uns strömen, lassen sich in der Praxis nicht erkennen und dienen eben keiner lösungsorientierten Diskussion. Die zum Sommersemester 2012 unter Grün-Rot abgeschafften Studiengebühren taugen hier auch nicht. Was soll eine Neiddebatte zu Dingen, die es nicht gibt?

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