Leserbriefe

Was muss ein OB können?

26.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Julia Rieger, Nürtingen. Zum Artikel „OB-Kandidaten: Sachlichkeit war Trumpf“ vom 23. September. In der Tat ist die Frage, welche Qualifikation oder Fähigkeiten ein Oberbürgermeister in Nürtingen haben sollte, berechtigt. Allerdings hängt deren Bewertung von der Rolle ab, die man einem Oberbürgermeister oder einer Oberbürgermeisterin zuschreibt. Dies ist eine politische Wahl und kein Managerposten, der ausgeschrieben wird. Hier geht es um eine Persönlichkeit, die das Vertrauen der meisten Bürger und Bürgerinnen erhält, mit ihnen zusammen und für die Zukunft die Herausforderungen des Miteinanders und in Abhängigkeit globaler und gesellschaftlicher Veränderungen zu meistern. Ein Oberbürgermeister muss die Ansichten der Experten in der Verwaltung koordinieren und den gewählten Vertretern zur Entscheidung vorlegen, die sachorientiert an einer Lösung arbeiten.

Der erste Posten in der Stadt muss eingenommen werden von einer Person, die für unsere Werte eintritt und diese verkörpert im alltäglichen Handeln. Integer, ehrlich, verbindlich, respektvoll im Umgang mit Andersdenkenden, interessiert an den Aktivitäten der Nürtinger Initiativen und das fachliche Potenzial nutzend. Falls uns die vorgeschlagenen Kandidaten nicht genügen, können wir immer noch eine in Deutschland lebende Person über 25 Jahre auf unserem Wahlzettel benennen.

Aber damit nicht genug: Ein guter Oberbürgermeister braucht Unterstützung – die unterstützenden Experten müssen fachlich versiert sein und Gemeinderäte sollten einen sach- und lösungsorientierten Umgang miteinander pflegen. So können wir auch jenseits von Verwaltungserfahrungen die richtige Person wählen, die zum Wohle aller in Nürtingen lebenden Menschen mit Visionen und Konzepten für die Zukunft handelt.

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