Leserbriefe

Was ist eine „Drittelmehrheit“?

14.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Zum Kommentar „Chancenlos“ vom 9. Juli. Nach dem Filderdialog, bei dem 63 zu 44 Bürger für den Erhalt der Gäubahn zum Hauptbahnhof gestimmt haben, wird der Bürger wieder zur Seite geschoben. Die Entscheidung sei „gesetzt“, die Gäubahn zum Flughafen zu führen und einen zusätzlichen Bahnhof zu bauen, heißt es da diese Woche von einem CDU-Hinterbänkler!

An das Ergebnis der „Schlichtung“ kann sich offenbar auch keiner mehr erinnern. In diesem Kommentar wird merkwürdigerweise behauptet, dass die Bahn eine „solide Drittelmehrheit“ hätte. Was bitte ist eine „Drittelmehrheit“? Sind jetzt 44 Stimmen mehr als 63? Ja haben die noch alle Tassen im Schrank? Für wie blöd hält man uns Bürger eigentlich?

Geht es nach dem EnBW-Deal, bei dem offenbar 860 Millionen Steuergelder verschwendet wurden, gerade so weiter? Warum kann man Entscheidungen, die eindeutig falsch sind, nicht berichtigen? Wann kommt der Aufschrei aus der Bevölkerung? Geht es nur noch ums „Rechthaben“ und nicht mehr um ein funktionierendes Verkehrssystem, das bezahlbar bleiben sollte?

Geht der Größenwahn bei jetzt aktuell 2 Billionen Euro Schulden in Deutschland weiter? Wo ist der „Rettungsschirm“ bei Stuttgart 21? Jede Woche demonstrieren immer noch Tausende von Menschen in Stuttgart gegen S 21 und es steht kein Wort mehr in der Zeitung. Ich frage mich deshalb, was läuft da für eine Nummer?

Am letzten Montag war die Zahl der Montagsdemoteilnehmer spürbar größer – ob dies mit dem aktuellen Filderdialog und der damit verbundenen Volksverdummung zusammenhängt? Immer mehr Bürger merken so langsam, dass sie zwar ein bisschen mitreden dürfen im großen Monopolyspiel, aber gemacht wird, was die Bahn beziehungsweise die Grundstücksspekulanten und die Banken wollen. Es geht um unser Bestes, nämlich um unser Geld, das von unserer Tasche in die Taschen derer soll, die eh schon genug haben. Wenn der Tunnelbahnhof nichts taugen sollte, wird er halt wieder abgerissen und neu gebaut, verdient wird dabei immer.

Die Kluft zwischen Politik und Bürgern ist größer geworden. Die Demokratie hat Schaden genommen!

Leserbriefe

Gambia ist kein sicheres Herkunftsland

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

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