Leserbriefe

Was hat der Islam mit Ehrenmord zu tun?

27.11.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Ellwanger, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Will Herr Rothe das alles nicht wissen?“ vom 21. November. Herr Lux stellt sich und uns die Frage, ob Herr Rothe seinen Vortrag gehalten hat, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, dass der Islam voll auf Mission und Eroberung ausgerichtet ist. Er meint, die Wahrheit zu kennen. Er schöpft laut eigener Aussage sein Wissen aus der Bibel und aus Geschichtsbüchern und er fühlt sich als Fachmann durch seine Tätigkeit als Übersetzer von Büchern über den Islam. Na, das wäre doch toll, wenn jeder, der ein paar Karl-May-Bücher übersetzt hat, gleich als Fachmann für die Geschichte Amerikas fungieren könnte. Quellen werden kaum durch die Übersetzer, sondern durch den Autor, dessen Herkunft, dessen Prägung bewertet und die Frage, warum der Text geschrieben wurde! Grundsätzlich finde ich den Versuch enorm kritisch, eine Weltreligion mit wenigen Zeilen erklären zu wollen.

Glücklicherweise kann man in letzter Zeit fundierte Vorträge hören und lesen, in denen unter anderem immer die Aussage enthalten ist, dass man den Koran niemals ohne das Leben Mohammeds verstehen wird und das Leben Mohammeds nicht ohne den Koran. Ganz zu schweigen vom Islam.

Ist es nicht beruhigend zu erfahren, dass es sich mit dem Islam in dieser Hinsicht genauso verhält wie mit dem Christentum? Da und dort gibt es Menschen, die ein Leben lang offen sind, immer wieder neu mit anderen Religionen in Dialog treten und nach Erkenntnissen und Antworten suchen. Aber es gibt auf beiden Seiten auch Menschen, die scheinbar schon längst alles begriffen haben und in ihrer Haltung verharren. Nicht zu vergessen, dass es ebenso auf beiden Seiten Extremisten gibt, leider. Was haben bitte die Todesstrafe in Saudi-Arabien und ein sogenannter Ehrenmord in einer muslimischen Familie mit dem Islam zu tun? Nichts! Ebenso wenig wie die aktuell geführten Kriege der sogenannten christlichen Welt etwas mit unserem Glauben zu tun haben!

Leserbriefe

Schon vergessen? Das ist keine Alternative

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Postfaktisch und die Arbeit der Presse“ vom 14. Januar. Niemand muss sich wundern, dass der Begriff „postfaktisch“ mit „Lügenzeit“ gleichgesetzt wird. Genauso ist das nämlich von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeint. Wer damit ein Problem…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe