Leserbriefe

Was haben wir von Trump zu erwarten?

19.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ulrich Deuschle, Notzingen. Zum Artikel „Berliner Blindflug über den Atlantik“ vom 10. November. Die US-Präsidentschaftswahl mit dem Sieg von Donald Trump gibt zu mehreren Bemerkungen Anlass. Die Wahlberichterstattung in den Medien war blamabel. Anstatt sachlich zu berichten, was eigentlich Aufgabe von Journalisten ist, war die Berichterstattung geprägt von Unkenntnis, Unverständnis und ideologischer Voreingenommenheit. Statt Information bekam man Vorurteile der Berichterstatter und Propaganda für die Kandidatin Clinton serviert. Wer in der Wahlnacht sachlich informiert sein und keine konsternierten Journalisten sehen wollte, musste schon auf CNN, BBC oder französische Sender umschalten. Ebenso blamabel war und ist das Verhalten der politischen Klasse, von „Elite“ kann man ja nicht sprechen. Was soll man halten von Politikern wie Herrn Steinmeier, der Präsident Trump als „Hassprediger“ bezeichnet hat, oder Frau von der Leyen, die nach der Wahl „schockiert“ war, oder von Herrn Gabriel, den ich lieber nicht zitiere.

Aber auch Frau Merkel hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, wenn sie meint, dem Präsidenten der Weltmacht USA Bedingungen für eine künftige Zusammenarbeit präsentieren zu können. Da verhebt sie sich doch gewaltig. Wie sollen diese Amtsträger eigentlich noch ein vernünftiges Verhältnis zur neuen US-Administration und zum Präsidenten persönlich bekommen und deutsche Interessen vertreten können, wenn sie sich so unklug und unverantwortlich äußern.

Was haben wir von Präsident Trump zu erwarten? Dies ist nicht einfach zu beantworten. Er wird versuchen die Globalisierung gerechter zu gestalten, indem er Handelsabkommen neu verhandelt. Ob er sich da gegen Wallstreet-Interessen durchsetzen kann, die auf bedingungslosen Freihandel vor allem im Finanzsektor setzen und die die Kandidatin Clinton massiv mit Finanzmitteln unterstützt haben, ist schwer zu beurteilen. Er wird ferner die illegale Zuwanderung, vor allem aus Mexiko begrenzen und für Deutschland und Europa höhere Verteidigungslasten einfordern. Der deutschen Politik ist zu raten, nicht länger herumzulamentieren, sondern eigene Interessen zu definieren und diese auch selbstbewusst zu vertreten.

Leserbriefe

Die Stomleitung in den Boden verlegen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wohnungsbau im Gewann Wasserfall“ vom 13. Juli. „Zur Hochspannungsleitung halten wir dabei gebührend Abstand“, meint Stadtplanerin Schreiber bei der Vorstellung der Wohnbaupläne am Schelmenwasen. Diese Maßeinheit bedarf einer Präzisierung: Was ist…

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