Leserbriefe

Warum Asylanten aus Afrika kommen

08.03.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dorothea Höhn, Aichtal-Grötzingen. Das von uns Steuerzahlern subventionierte, in Europa nicht benötigte Geflügelfleisch wird tiefgefroren und nach Afrika verschifft. Dort auf den Märkten billigst (da von der EU subventioniert) verkauft. Und so werden die Menschen dort, die von ihren 100 bis 200 Hühnern leben könnten, vernichtet, da sie ihre Ware nicht mehr kostengerecht verkaufen können. Dass diese Menschen lesen können und sehen, woher das billige Fleisch, das ihr Leben und ihre Zukunft zerstört hat, kommt, nun ihre Kinder nicht aufhalten, wenn diese die Zukunft in diesem gelobten Land sehen – wo es Essen aus ihrer Sicht zu Billigstpreisen gibt – und dorthin unter Lebensgefahr reisen.

Allerdings sind es genau die Regierungen, die Parteien, die Politiker, die gegen diese Menschen eine breite Abwehrfront bilden und Auffanglager in Afrika wollen, damit diese Menschen dort interniert werden. Es sind dieselben deutschen und europäischen Politiker, die durch ihre Taten dafür gesorgt haben, dass EU-Geflügelfleisch den afrikanischen Markt überschwemmt!

Das Abkommen namens EPA legt fest, dass die afrikanischen Länder ihre Märkte für europäische Importe öffnen und hierbei schrittweise Zölle und Gebühren abschaffen müssen. Dadurch werden die Profite der europäischen Konzerne durch billige Einfuhren von subventionierten Lebensmitteln und Gütern vergrößert, durch Geschäftspartner ist eine kleine afrikanische Elite beteiligt und es kommt zu einer steigenden Ungleichheit und Armut in dem Land. Grassierende Armut, schwelende Konflikte, Abwanderung! Es ist diese wirtschaftliche Aussichtslosigkeit, welche diese Menschen veranlasst, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um nach Europa zu gelangen. Würde Europa dort nicht den Markt kaputt machen, sondern den Menschen eine wirtschaftliche Zukunft statt importierter Aussichtslosigkeit geben, würden diese Menschen nicht nach Europa getrieben, um zu überleben.

Die EU sorgt doch dafür, dass diese Menschen in ihrem Land keine Chance haben. Dabei wäre es für die Länder der EU leicht, viel billiger und menschlicher, den Menschen in ihrem Land eine kleine Möglichkeit zum Überleben zu lassen. Aber da ist es wohl wie hier in Deutschland mit der Vogelgrippe, die kleinen Halter, Kleinbetriebe sollen vernichtet werden, den Menschen die Möglichkeit eines bescheidenen Lebens genommen werden.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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