Leserbriefe

Waren die EnBW-Aktien nun zu teuer?

18.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Doster, Frickenhausen. Zum Artikel „Wir haben nichts geschönt“ vom 13. Januar. Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus kauft den Stromanbieter EnBW zu 41,50 Euro pro Aktie vom französischen Energiekonzern EdF im Dezember 2010. Der von der SPD beauftragte Münchner Gutachter Wolfgang Ballwieser errechnet den Aktienwert aber auf 34,58 Euro und behauptet, Mappus hätte an den Verkäufer in Paris 780 Millionen zu viel bezahlt.

Nun meldet der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Henner Schierenbeck Zweifel an mit der Behauptung, Ballwieser hätte sich um eine Milliarde Euro verrechnet. Der Preis von 41,50 Euro sei angemessen und nicht zu hoch. Die Verkäuferin bestand schon bei der Verkaufsverhandlung auf einem Wert von nicht unter 40 Euro. Jetzt betreibt Finanzminister Nils Schmid eine nahezu aussichtslos teure Klage gegen EdF Paris vor dem Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer in Zürich auf Rückzahlung der von Ballwieser falsch errechneten Summe von circa 780 Millionen Euro.

Der Bürger muss dem (Partei-)Gezetere Ballwieser/SPD/Grüne gegen Schierenbeck-CDU/FDP kopfschüttelnd zusehen und soll alle Gutachten, Klagen, Gerichtskosten et cetera letztendlich auch noch bezahlen. Wer stoppt diesen Irrsinn, der außer Untersuchungsausschuss, Anhörungen mit Behauptungen und Gegenbehauptungen sowie einer Klage ohne Erfolg nichts bringt? Der Wert einer Aktie errechnet sich viel einfacher aus Anlagevermögen, Umsatz, Gewinn und anderem und erfordert kein teures Wertgutachten. Jeder Börsenbewanderte weiß das.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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