Leserbriefe

Wahlversprechen von SPD und Grünen

27.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Weber, Nürtingen. Zum Artikel „Pflichtunterricht soll Vorrang haben“ vom 19. Juli. Es wird immer deutlicher, dass die Wahlversprechen von SPD und Grünen nicht das Papier wert waren, auf dem sie standen. Im Wahlkampf war zu keiner Zeit von Schulschließungen die Rede. Auch Kürzungen von Lehrerstellen waren kein Thema. Im Gegenteil. Die SPD hatte sogar mehr Lehrereinstellungen versprochen. Um ein Schulsterben im ländlichen Raum zu verhindern, garantierte die SPD sogar allen Gemeinden über 5000 Einwohnern den Erhalt einer weiterführenden Schule in der Gemeinde. Seit wenigen Tagen tritt jedoch die Wahrheit zutage. Nun stellt sich die Frage, warum SPD und Grüne im Wahlkampf so getan haben, als würden sogar noch mehr Mittel in die Bildung fließen? Warum hat insbesondere die SPD immer wieder argumentiert, dass die weiterführenden Schulen vor Ort erhalten bleiben müssten? Dort, wo kleine Kommunen um den Erhalt ihrer Schulstandorte kämpften, wurde den Menschen, so muss man es aus heutiger Sicht sagen, schlichtweg etwas vorgemacht, um daraus im Wahlkampf Profit zu schlagen.

So konnten alle Hauptschulen Werkrealschulen werden, die Gemeinschaftsschule wurde als Rettungsanker ausgeworfen. Nun stehen alle, die hofften, vor dem Aus. Die CDU hat es in ihrer Regierungsverantwortung geschafft, das beste Schüler-Lehrer-Verhältnis aller Bundesländer zu erreichen. Und das sogar bei zwei ausgeglichenen Landeshaushalten und geringeren Steuereinnahmen als derzeit. Baden-Württemberg war bei allen Bildungstests immer unter den erfolgreichsten Bundesländern. Jetzt deuten die Zeichen in eine andere Richtung. Sogar die sogenannte Fremdevaluation – ein bewährtes Instrument zur Qualitätssicherung – will der Ministerpräsident streichen, wie zu lesen war. Der Scherbenhaufen, den diese Landesregierung im Bildungsbereich bereits jetzt angerichtet hat, ist gigantisch. Das ist destruktive Bildungspolitik ohne Weitblick. Der Schaden, den die Regierung Kretschmann dem Land und den kommenden Generationen damit zufügt, ist immens.

Leserbriefe

Ein Lob für den Nürtinger Bauhof

Astrid Kipp, Nürtingen. Der Bauhof hat ein Lob verdient, denn Tannenbaum ist nicht gleich Tannenbaum. Der Bauhof zeigt Vielfalt. Zurzeit lohnt sich ein Gang durch das kleine Wäldchen vor dem Weihnachtsmarkt. Ich war erstaunt, was es dort alles zu sehen gab. Der exotischste Name war für mich…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe