Leserbriefe

Wahlkampf im Endspurt

14.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Gruppe der älteren Wähler hat Gewicht“ vom 7. September. An bald jedem Laternenpfahl entlang der Straßen lachen uns die Kandidaten auf den Wahlplakaten entgegen und dafür wurden 66 Millionen Steuergelder von den großen Parteien verpulvert. Die kleinen Parteien gehen dabei unter, sie können ihre Wahlprogramme und Ziele nicht bekannt machen, weil ihnen einfach das notwendige Geld fehlt.

Dank der Wahlsendungen wissen wir jetzt, wie gut es uns geht, was geändert werden sollte und wer künftig zur Kasse gebeten wird. Man wird sehen. Ein kleines Thema am Rande ist die Altersarmut, die man bekämpfen will, unisono von allen Parteien. Zum ersten Mal habe ich von einer Kandidatin der Grünen gehört, dass im Westen die Altersarmut gegenüber Ostdeutschland höher ist. Die Renten unter 800 Euro liegen im Osten bei 20 Prozent, im Westen dagegen bei 80 Prozent. Die Politikverdrossenheit nimmt zu und viele Bürger wollen nicht zur Wahl gehen, wie man auch in der „Umfrage der Woche“ sehen konnte.

Wir sollten auf keinen Fall unsere Stimme verschenken und wir Alten schon gar nicht. Im Bundestag sind alle durch Abgeordnete vertreten, die sich für sie einsetzen, Beamte, Pensionäre, Arbeitgeber, Selbständige, nur die Rentner nicht. Wir haben eine Frau von der Leyen, die uns außer mehreren Nullrunden gerade mal 0,25 Prozent Rentenerhöhung in 2013 zugesteht. Ich hatte mich bei ihr dafür bedankt und sie gebeten, mir die Rentenformel, die dieser Erhöhung zugrunde lag, zu schicken. Erhalten habe ich einen drei Seiten langen Brief, meine Rentenerhöhung konnte ich damit nicht nachrechnen. Deshalb müssen wir Rentner dafür sorgen, dass auch wir im Bundestag vertreten sind und unsere Belange durchsetzen können. Die Senioren-Redaktion hat auf der Seite zum Wochenende über die Politik und Wahlpflicht geschrieben und sehr gut begründet, warum man unbedingt wählen muss.

Es gibt inzwischen eine Rentner-Partei, leider bei vielen nicht bekannt, die unsere Interessen und die Gleichbehandlung mit Pensionären im Bundestag vertreten will. Deren Slogan ist: Ruhige Rentner bleiben rechtlos.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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