Leserbriefe

Vorgang verletzt die Persönlichkeitsrechte

09.08.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Kuhn, Frickenhausen. Zum Artikel „Wie viel darf das alte Haus kosten?“ vom 28. Juli. Bei meiner ehemaligen Tätigkeit in einer Stadt im Landkreis Reutlingen als Vorsitzender des Gutachterausschusses und Leiter des Liegenschaftsamtes hatte ich viel mit Gutachten und Grundstückskäufen auch in Sanierungsgebieten zu tun. Beim Lesen obigen Artikels in der Zeitung frage ich mich, was sind in Frickenhausen für Leute am Werk? Was haben sich die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung eigentlich bei dieser Aktion gedacht? Flugs wird ein Gutachten am Schreibtisch erstellt, ohne das Objekt zu besichtigen. Allein dieser handwerkliche Fehler reicht aus, dass dieses Gutachten in einem Streitfall nicht herangezogen werden kann. Also ab damit in den Reißwolf.

Wie kann die Gemeinde nur glauben, dass sie mit einem vom eigenen Gutachterausschuss erstellten Gutachten ein Gebäude erwerben kann? Hier ist ein neutraler Gutachter zu beauftragen möglichst in Abstimmung mit dem Verkäufer. Nur so entsteht eine Basis für erfolgversprechende Verhandlungen mit dem Verkäufer. Damit noch nicht genug, nun wird der Sachverhalt auch noch in öffentlicher Sitzung diskutiert und Kaufpreise genannt. Dieser Vorgang verletzt eindeutig die Persönlichkeitsrechte der Verkäufer. Natürlich sind Vorkaufsrechte öffentlich zu verhandeln, aber nicht die Details, sondern nur der Sachverhalt der Ausübung des Vorkaufsrechts.

Hier zeigt sich wieder mal die Inkompetenz der Verwaltungsspitze. Wie aus dem Artikel zu entnehmen ist, kann der studierte Vermessungsingenieur Schultes Blessing solche Summen wie hier im Raum stehen nicht verstehen. Vielleicht sollte er sich mal auf dem derzeitigen Immobilienmarkt umsehen. Das ganze Theater hätte vermieden werden können, wäre man die Angelegenheit kompetent angegangen. Jetzt müssen wieder Steuergelder verschwendet werden, um teure Rechtsanwälte zu bezahlen.

Wo bleibt eigentlich der Gemeinderat als Kontrollorgan? Auch diesen Damen und Herren hätte doch klar sein müssen, dass es so nicht geht.

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