Leserbriefe

Vor der Polizei hatte man noch Respekt

26.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Wolfgang Bone, Lenningen-Gutenberg. Zum Artikel „Rebeccas Martyrium endet nach vier Tagen“ vom 18. Oktober. Was der siebzehnjährigen Rebecca widerfahren ist, ist ein sehr schweres Verbrechen, und der Täter wird hoffentlich seiner gerechten Strafe zugeführt.

Aber auch der Satz, sie „war zur falschen Zeit am falschen Ort“, ist durchaus bedeutungsvoll. Was hat ein noch minderjähriges Mädchen morgens um 2.30 Uhr alleine auf der Straße zu suchen? Auch Eltern und der Betreiber der Disco tragen eine Mitverantwortung.

Rebecca hätte um diese Zeit gar nicht mehr in der Disco sein dürfen, was offenbar dem Discobetreiber und den Eltern egal war.

Ebenfalls auf dieser Seite wird von Martin Walser als Schnapsleiche berichtet. Wo hat dieser jetzt 85-jährige Schriftsteller denn in seiner Jugend gelebt, dass er mit 14 oder 15 Jahren schon an Alkohol kam? In meiner Jugend nach dem Kriege war das absolut unmöglich.

Wir hatten gar kein Geld, um an Alkohol zu kommen, und wenn wir Geld dazu gehabt hätten, hätte uns kein Mensch Alkohol gegeben. Unsere Eltern hätten die betreffende Person wohl sofort angezeigt, und vor der Polizei hatte man noch etwas Respekt.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe