Leserbriefe

Viele Pflanzen sind ganz verschwunden

16.03.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Zum Artikel „Neubürger und Wiederkehrer“ vom 4. März. Ein zweiter Leserbrief von mir ist nötig, um auf ein weiteres Feld aufmerksam zu machen. Wahrscheinlich kennen die folgenden Pflanzen nur wenige. Extrem trifft es inzwischen die Arten, die auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Kreisgebiet angewiesen sind, wie zum Beispiel: Acker-Gauchheil, selten. Blauer Gauchheil, nicht mehr zu finden. Kornrade, sehr selten. Ackerkrummhals, nicht mehr zu finden Färber-Hundskamille, nicht mehr zu finden. Echte Kamille, sehr selten. Ackerfrauenmantel, nicht mehr zu finden. Quendel-Sandkraut, sehr selten. Zwerg-Storchschnabel, sehr selten. Acker-Spergel, nicht mehr zu finden. Ackerröte, sehr selten. Acker-Glockenblume, nicht mehr zu finden. Acker-Hornkraut, nicht mehr zu finden. Echtes Tausendgüldenkraut, nicht mehr zu finden. Wegwarte, selten. Ackerkohl, nicht mehr zu finden. Gewimpertes Kreuzlabkraut, nicht mehr zu finden. Schmalblättrige Doppelsame, nicht mehr zu finden. Senf-Rauke, nicht mehr zu finden. Gewöhnlicher Windenknöterich, sehr selten. Gewöhnlicher Erdrauch, sehr selten. Acker-Gelbstern, nicht mehr zu finden. Spurre, nicht mehr zu finden. Knollen-Platterbse, sehr selten. Strahlenlose Kamille, nicht mehr zu finden. Hohldotter, nicht mehr zu finden. Durchwachsenblättriges Hellerkraut, nicht mehr zu finden. Acker-Stiefmütterchen, selten Kornblume, sehr selten. Acker-Rittersporn, nicht mehr zu finden. Acker-Steinsame, sehr selten. Eiblättrige Tännelkraut, sehr selten, oder der Klatschmohn. Das kann noch weiter ergänzt werden.

Das Problem ist, an diese Pflanzen waren Insekten wie Rüsselkäfer, Prachtkäfer, Schmetterlinge, winzige Fliegen und Wildbienen angepasst, die mit den Blumen ebenfalls verschwunden sind. In vielen Ackerböden sind noch Samen verborgen, die manche Arten wieder entstehen lassen, wenn sie es dürfen. Das Programm der Ackerrandstreifen wäre dazu sehr wichtig. Allerdings müssten diese dann mindestens zwei Meter breit sein und dürften nicht mit Chemikalien behandelt werden. Ab und zu pflügen oder umbrechen wäre hilfreich und ansonsten sollten diese Streifen sich selbst überlassen bleiben. Vielleicht ist dann noch etwas zu retten.

Leserbriefe

Die Zahlen sind sehr unvollständig

Siegfried Stumpp, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Die Bahn muss sich dem Thema stellen“ vom 8. März. Die Kompetenz unserer Bürgermeister, von Erkenbrechtsweiler Herr Weiß, von Owen Frau Grötzinger und von Lenningen Herr Schlecht, wurde bei der vorliegenden Planung nicht einbezogen. Auch der…

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