Leserbriefe

Verwaltungsmonstrum

10.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Johann Kostalek, Ostfildern-Scharnhausen. Zum Artikel „Krankenkassen werden teurer, Kindergeld steigt“ vom 6. Oktober.

Die Flickschusterei der Bundesregierung betreffend die Gesundheitsreform nimmt langsam die letzten Hürden. Zirka 50 Millionen Krankenversicherte müssen im nächsten Jahr noch tiefer in die Tasche greifen und das ist aber nur der Anfang einer drohenden Preisspirale. Nur weil sich die Koalition zwischen der sogenannten Gesundheitsprämie beziehungsweise „Kopfpauschale“ (meiner Meinung nach höchst unsozial, da bei dieser die Schwachen unserer Gesellschaft wieder benachteiligt werden) und der Bürgerversicherung (wäre die sozial gerechtere Lösung) nicht entscheiden konnte, wird den Bürgern trotz dem dringenden Rat aller Experten ein wahnwitziges Verwaltungsmonstrum aufoktroyiert. Statt dieses Geld, viel besser, in die Versorgung zu stecken, werden durch die Fernsteuerung aus Berlin, die ohne Sachkunde zu Werke geht, Unsummen für Bürokratie, Steuerung, staatliche Gängelung, Berichtszwänge et cetera verschleudert. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass sich der Staat seit Jahren mit milliardenschweren Plünderungen aus der Gesundheitskasse und nicht zu vergessen aus der Rentenkasse bedient, um gesamtstaatliche Ausgaben zu finanzieren. Jetzt wird sogar schon für die Reichsten der Reichen gebürgt, die Milliarden verzockt haben. Wie grotesk.

Der kommende Verwaltungsmoloch wird keine Probleme lösen, sondern nur neue schaffen. Neben zum Beispiel Erhöhung der Lohnnebenkosten wird dieser auch den Bürgern unter anderem weitere Kaufkraft entziehen. Auch wird der Wettbewerb um den niedrigsten Beitragssatz beendet sein. Eine Kürzung der Leistungen, trotz höherer Beiträge, ist ebenso zu befürchten. Profitieren werden Ärzte, Apotheker und vor allem die eh schon milliardenschweren Pharma-Unternehmen. Reformen sind kurioserweise immer mit Kostensteigerungen verbunden, obgleich durch massiven Abbau von hemmender Bürokratie respektive Straffung der voluminösen Ablauforganisation im Gesundheitswesen beziehungsweise bei den Kassen ebenfalls Milliarden eingespart werden könnten.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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