Leserbriefe

Vertrauen ist Voraussetzung

25.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Ellwanger, NT-Reudern. Es gibt für mich als Unternehmer zu viele Gründe, dem Projekt S 21 und dessen Repräsentanten nicht zu trauen. Da Vertrauen jedoch Voraussetzung für ein Geschäft ist, kann ich nicht für S 21 stimmen.

1. Sicherheit: es heißt, der zukünftige Bahnhof und die Bauüberwachung seien sicher. Hatte Köln beim Einsturz des Staatsarchivs und Staufen bei der misslungenen Geothermiebohrung keine Sicherheiten?

2. Beherrschung der Technik: ein Kellerprojekt mit diesen Ausmaßen wird selten gebaut. Trotzdem sichern unsere Vertragspartner zu, dass sie die dazugehörige Technik beherrschen. Ist es das gleiche Unternehmen, das nicht einmal seine ICE-Klimaanlagen in den Griff bekommt?

3. Warum wirft mich der Rückzug aus diesem Projekt angeblich um 20 Jahre zurück? Hat man nicht damals die Atomkraftwerke mit ähnlichen Worten begründet? Warum soll ich trotz massiver Bedenken nicht aus diesem Projekt aussteigen? Unternehmer verbuchen lieber einen Verlust, bevor die Firma komplett in den Ruin schlittert. Ich kann doch nicht in eine Sackgasse mit Engpässen investieren, deren Folgeplanung noch nicht fertig ist!

4. Traue ich einem Partner, der versucht, meine Bedenken mit vielerlei Drohkulissen wegzuwischen? Zudem würde ich niemals meine Zustimmung für ein so miserabel kommuniziertes Projekt geben!

5. Investiere ich Unsummen in ein Projekt, das schon jetzt keinerlei Expansion zulässt? Habe ich dabei zukünftige Entwicklungen im Blick oder nur kurzfristiges Prestigedenken?

6. Wie soll S 21 unsere Wirtschaft nach vorne bringen? Warum soll das dort funktionieren und beim Investitionsstau an anderen Stellen (zum Beispiel Nahverkehr) war nie die Rede davon?

7. Was soll das kindliche Argument „Ich will die Milliarden, sonst kriegt sie ein anderer“? Ein Kind braucht’s immer selber, sonst kriegt’s der andere. Ein Erwachsener fragt sich: wo kommen diese Milliarden her, die vorher überall gefehlt haben? Müssen wir diese Planwirtschaft ertragen, die bestimmte Finanztöpfe nicht umschichten kann?

8. Wer will wie viele Minuten bei welchen Bahnfahrten einsparen? Geschäftsleute, welche Bahn fahren, können ein wenig länger am Laptop arbeiten! Wer verliert welche Zeit? Ich könnte schon jetzt Zeit sparen, wenn Fahrpläne und Technik endlich zuverlässig funktionierten! Das wäre doch ein großer Sprung nach vorne!

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