Leserbriefe

Verschwundene Schilder und die Folgen

22.11.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Schleining, Bempflingen. Schon wieder geht sie kaputt. Die Straße zwischen Bempflingen und Grafenberg. Eine Überraschung ist das aber nicht, wenn 30-Tonner-Lkws eine Straße malträtieren, auf der gerade mal zwei Pkws mit Vorsicht aneinander vorbeikommen und deren Aufbau für solche Brummis auch wohl kaum ausgelegt ist.

In diesem Frühjahr wurde die Straße zeit- und geldaufwändig repariert. Jetzt sind erste Schäden schon wieder spürbar. Die Verantwortlichen im Landratsamt hätten das wissen können und haben es wohl auch gewusst. Nicht umsonst war über viele Jahre hinweg die Straße für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Dann aber, in oder vor der Zeit des Neubaus der Eisenbahnunterführung in Bempflingen, waren die Schilder plötzlich verschwunden. Wurden sie als alberner Aprilscherz gestohlen? Oder kam die Weisung zum Abbau von der Kreisverwaltung, weil sich etwas an der Straße verändert hatte, sodass sie nun auch mit schwerem Gerät befahrbar war?

Es könnte auch sein, dass die damaligen Bürgermeister ein Interesse daran gehabt hätten, den Schwerlastverkehr von und nach Grafenberg durch Bempflingen über Kleinbettlingen auf besagter Straße zu leiten. Viele Bürger aus Kleinbettlingen und Bempflingen hatten jedenfalls keines, sonst hätte sich damals auch keine Bürgerinitiative gebildet, die den Neubau der Eisenbahnunterführung unter anderem wegen genau dieser zu erwartenden Entwicklung verhindern wollte. Nun geht die Straße, wie es aussieht, bald wieder kaputt. Und es bleibt eigentlich nur der Schluss, die Straße für Groß-Lkws auszubauen oder sie für diese wieder zu sperren. Den Steuerzahler wird’s so oder so nicht freuen, aber wenigstens wäre es ein verantwortlicher Umgang mit seinem Geld. Und all das wegen zwei verschwundenen Schildern. Bemerkenswert.

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