Leserbriefe

Verkürzte Darstellung

22.01.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sebastian Schöneck, Frickenhausen-Linsenhofen. Zum Artikel „Gemeinschaftsschule: Abwarten angesagt“ vom 16. Januar. Zum Ersten trifft der Eindruck nicht zu, man habe sich auf ein „Abwarten“ bei der Gemeinschaftsschule geeinigt. Ich habe klar einen weiteren Ausbau der Gemeinschaftsschulen vertreten. Nicht nur, weil die Eltern das so wollen, sondern weil in der Realität letztlich die Kommunen über deren Einrichtung entscheiden. Der Vorschlag von Herrn Kunzmann ist faul, weil gerade seine Parteifreunde in Leinfelden-Echterdingen die Einrichtung einer möglichen Gemeinschaftsschule trotz dem erklärten Wunsch von Eltern, Lehrern und Schulleitung blockieren. Und es ergibt wenig Sinn, weil in einer guten regionalen Schulentwicklung wohnortnah alle Schularten zugänglich sein müssen. Das ist im Wahlkreis noch nicht gegeben.

Wer sich davon überzeugen möchte, dass die Gemeinschaftsschule funktioniert, dem sei der Austausch mit Schülern, Lehrern und Eltern der Gemeinschaftsschule Frickenhausen ans Herz gelegt. Zum Zweiten ist es bedauerlich, dass Herr Böhler den konservativen politischen Kampfbegriff „Einheitsschule“ zitiert, unsere Gegenargumente, die vor Ort sehr deutlich gemacht wurden, aber komplett unter den Tisch fallen lässt.

Es geht bei der Gemeinschaftsschule gerade nicht darum, alle über einen Kamm zu scheren, sondern um die individuelle Förderung. So wird (wie übrigens auch in der Realschule) künftig nicht mehr vorab festgelegt, welcher Abschluss am Ende stehen wird, sondern diese Entscheidung der Leistungsentwicklung des Schülers entsprechend vorgenommen. Die Prüfungsniveaus bleiben unangetastet. Damit ist aber gewährleistet, dass man durch ein vorheriges Aussortieren nicht bestimmte Schülergruppen demotiviert und zu Verlierern abstempelt, weil sie es nicht auf eine „höhere Schulart geschafft“ haben. Das war doch schon vor der Abschaffung der Empfehlung der Grund für die zunehmende Unwucht im dreigliedrigen Schulsystem, die die Einführung der Gemeinschaftsschule erst nötig gemacht hat.

Leserbriefe

Nahverkehrsabgabe statt Schwarzfahren

Erwin Sass, Nürtingen. Zum Artikel „Schwarzfahrer – Sperren nicht umsetzbar“ vom 19. Oktober. Eine einfache Lösung wäre zum Beispiel den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, stattdessen eine Art Nahverkehrsabgabe einzuführen, die dann auch jeder zahlen muss (auch die Schwarzfahrer) ob er will oder…

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