Leserbriefe

Verkehrslärm auf der B 297 in Neckarhausen

10.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Jetter, NT-Neckarhausen. Nicht nur in Oberensingen an der B 313 oder in Reudern an der B 297 steht den Mitbürgern der Verkehrslärm belästigend wie das Wasser bis zum Hals. Nein, auch die Ortsdurchfahrt von Neckarhausen wird durch den zunehmenden Schwerlastverkehr zu einer unerträglichen Situation. Die Zunahme dieses Schwerlastverkehrs ist eindeutig auf die Vermautung unserer Bundesautobahnen zurückzuführen. Es ist doch logisch, dass ein Transportunternehmer seine Fahrer anweist, die obolusfreien Bundesstraßen zu benutzen, um die Mautgebühren auf den Bundesautobahnen nicht bezahlen zu müssen. Wenn die Lkw über die ausgefahrene Fahrbahn rollen, dann werden Geräusche entwickelt wie die von Donnerschlägen eines heftigen Sommergewitters. Dies erfolgt hauptsächlich, wenn Container-Lkw oder Autotransporter die Trennungsbereiche zwischen dem alten und dem schon jetzt nicht mehr jüngeren Fahrbahnbelag überqueren. Diese Geräuschkulisse müssen Anwohner ab 4 Uhr morgens bis spät in die Nacht ertragen. Von einem Schallemissionsgesetz, wenn es dann angewendet werden würde, müsste die Benutzung der Bundesstraße 297 für diesen Lkw-Verkehr verboten werden.

Bei Rückfragen, ob die Stadt Nürtingen hier Abhilfemaßnahmen andenkt, wird man seitens der Ortsverwaltung von Neckarhausen darauf hingewiesen, dass es sich bei der B 297, wie der Name schon sagt, um eine Bundesstraße handelt. Hier wäre der Bund für Maßnahmen der Schallreduzierung zuständig. Da der Bund, wie bekannt, keine finanziellen Mittel zur Verfügung hat, bleibt die Problematik ungelöst. Um hier jedoch trotz fehlender finanzieller Mittel eine Lösung herbeizuführen, könnte doch folgender Vorschlag eine Lösung für das Problem Verkehrslärmbelästigung sein: Generelles Lkw-Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen von 22 Uhr bis 6 Uhr auf der B 297 und B 313. Durch dieses Fahrverbot wäre der nächtliche, störende Durchgangsverkehr eliminiert. Die Zulieferer für die ortsansässigen Unternehmen sowie Lebensmittelmärkte sind nicht behindert. Ebenfalls ist der Klein-Lkw-Verkehr für Handwerker nicht beeinträchtigt. Was spricht gegen die Umsetzung dieser Idee? Gibt es eine politische Partei, die diesen Vorschlag aufgreift? Ich denke, dass diese Lösung kurzfristig mehr bringt als alle Versprechen über einen neuen und besseren Fahrbahnbelag mit oder ohne Flüsterasphalt.

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