Leserbriefe

Verkehr an der Baustelle vorbeiführen

16.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ulrich Büttner, NT-Raidwangen. Man fragt sich, wer wohnt im Enzenhardt, der jedes Mal, wenn es nötig wäre, die Schranke für eine Umleitung zu öffnen, dies penetrant verhindert? Wer verantwortet, dass die Kinder von Raidwangen auf dem Weg zum Kindergarten und zur Schule dem erhöhten Risiko ausgesetzt werden? Der Umleitungsverkehr führt direkt an der Schule und den Kindergärten vorbei. Die Bewohner von Raidwangen wurden nicht vorgewarnt oder sonst wie informiert. Nürtingen ist einmal als bürgerfreundliche Stadt ausgezeichnet worden. Das ist schon einige Zeit her und wir hatten damals noch unseren alten Oberbürgermeister. Jetzt wird ohne Information eine viel befahrene Bundesstraße über Monate halbseitig gesperrt. Nichts wurde aus den Erfahrungen von Oberensingen gelernt. Jetzt passiert das bei der Sperrung der B 313 wieder. Der volkswirtschaftliche Schaden durch solche Umleitungen ist nicht abzuschätzen. Dieses Mal könnte durch die Öffnung der Schranke an der Schlesierstraße solcher Schaden reduziert werden.

Es herrschten chaotische Verkehrsverhältnisse an der B 297 und den zuführenden Straßen. Vor ein paar Wochen wurde durch Neckarhausen Tempo 30 eingeführt. Der jetzige Verkehrskollaps war vorprogrammiert. Viele Kollegen sind am Dienstag vergangener Woche zu spät zur Arbeit gekommen. Das Chaos war für sie nicht vorhersehbar. Reden die Leute, die den Verkehr und die Umleitungen planen, nicht miteinander? Oder sind diese Leute nicht genügend für ihre Aufgaben qualifiziert? Der Teil des Verkehrsstromes, der über Tischardt und Frickenhausen umgeleitet wird, sorgt ebenfalls für kilometerlange Staus. Da die Beurener Steige auch gesperrt ist, kommen diese Fahrzeuge auch über Neuffen und Linsenhofen nach Frickenhausen. Und zum Schluss ist auch noch die Max-Eyth-Straße von der Neuffener Straße her für den gleichen Zeitraum gesperrt, um einen „halblebigen“ Kreisverkehr zu bauen. Keinerlei Koordinierung der Baumaßnahmen.

Ich bin gespannt, wann es jemandem einfällt, dass für die geplante Biogasanlage auch eine Abbiegespur gebraucht wird. Dann wird die B 313 halt wieder gesperrt? Oder könnte man das nicht jetzt gleich mitmachen? Der Große Forst und die Biogasanlage sind für viele Ein- und Anwohner ohnehin ungeliebte Projekte. Ich denke nicht, dass die Sperrung der B 313 zur Verbesserung der Akzeptanz dieser Projekte führt. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten könnte auch neben der Fahrbahn in Fahrtrichtung Nürtingen eine provisorische Aufschüttung mit provisorischem Straßenbelag den Pkw-Verkehr an der Baustelle vorbeiführen. Was meinen unsere frisch gewählten Stadträte zu dem Thema? Oder wurden die auch nicht informiert?

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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