Leserbriefe

Veranstalter in der Pflicht

28.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „‚Unheilig‘ auf dem Wasen“ vom 21. Juli. Leider kein Genuss für manche vier- bis fünfstündige Gäste auf dem Wasen. Es lag nicht an den Akteuren auf der Bühne – schon gar nicht am sozial engagierten Grafen. Dieses Mal bemühte sich der Open-Air-Veranstalter um ein Minimum-Interesse am teuer zahlenden Publikum. Wer nach längerer Stehzeit schlapp machte, konnte sich lediglich auf das nass-kalte beziehungsweise matschige Wasengelände setzen oder irgendwann vor Veranstaltungsende heimgehen. Keinerlei Not-Sitzgelegenheiten (selbst nicht im kostenneutralen Sicht- oder Hörschatten) ermöglichten Jüngeren oder Älteren mit geringem Stehvermögen eine kurze Erholungsphase. Kaum bezahlbare Sitzplätze (zu fünfzig Prozent ungenutzt) waren bis zum Schluss mitleidlos verteidigte Hochsicherheitstrakte – selbst für vorübergehende Notfälle der genannten Art.

Ein teilweise einsilbiges, aber herrschaftsbewusstes, eher bedrohlich wirkendes Heer an Sicherheitskräften sorgte in Verbindung mit kilometerlangen Metallzäunen zwischen dem und um das Publikum für den Eindruck einer Herdenbewachung, was auch die Bodenbeschaffenheit auf dem Wasen nicht zu widerlegen vermochte. In die Reihe gestellte primitive Dixi-Bau-Toiletten, teilweise ohne Papier und ohne jede Möglichkeit, sich die Hände zu waschen (auch nicht im Umfeld), ergänzten die Gastfreundschaft auf dem Wasen. Schade – schlechter, unwürdiger Rahmen für gute Interpreten. Wer trotzdem gut drauf war, hatte das nicht dem Veranstalter zu verdanken.

Leserbriefe

Wo sind gemeinsame religiöse Wurzeln?

Dr. Friedemann Lux, Nürtingen. Zum Artikel „Miteinander auf dem Weg“ vom 7. Dezember. Frau Wahl hat in ihrem Leserbrief sozusagen die politische Problematik des interreligiösen Dialogs aufgezeigt. Ich möchte den Blick auf das Theologische lenken. Grundlage des christlichen Glaubens ist die…

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