Leserbriefe

USA-Hilfe war Abwehr gegen Kommunismus

08.05.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Befreiung und Kriegsende“ vom 23. April. Herr Hau hat recht wenn er meint, dass wir Deutsche die Befreiung vom Nazi-Terror maßgeblich den USA zu verdanken hätten. Die Kräfte von GB und der UdSSR allein hätten wohl nicht genügt, Hitlers Kriegsmaschinerie zu besiegen. Wer da aber glaubt, die USA hätten auch nur einen Soldaten für die Menschenrechte in Marsch gesetzt, irrt sich gewaltig. Blutige, rücksichtslose und menschenverachtende Machtpolitik kennzeichnet die Außenpolitik und (Übersee-)Kriege der USA seit rund 200 Jahren.

Kurze Übersicht auf die weltpolitische Situation 1940/41, bevor der Krieg zum Weltkrieg gemacht wurde. Das Dritte Reich herrschte über Europa, hatte GB vom Kontinent vertrieben, war mit der UdSSR verbündet. Nun gab es einen gewaltigen, unangreifbaren Machtblock vom Pazifik bis zum Atlantik. Gleichzeitig wurden die Japaner aufmüpfig. Nachdem die USA 1856 mit militärischer Gewalt die Öffnung japanischer Häfen erzwangen, entwickelte sich die Sache ganz anders als gedacht. Das passierte den USA noch häufiger. Die Japaner waren sehr lernfähig und entwickelten ihren eigenen Imperialismus, indem sie Gebiete in China eroberten, Korea und Taiwan kolonisierten und Ost-/Südostasien als ihr Interessengebiet betrachteten.

Dummerweise taten das die USA auch. So begannen die USA einen Wirtschaftskrieg gegen Japan, indem sie alles Mögliche unternahmen, das Land vom Rohstoffnachschub abzuschneiden. Roosevelt und Churchill standen spätestens seit 1940 in enger Verbindung und beobachteten mit Argwohn die zunehmende Macht der beiden faschistischen Länder. Die Weltmachtposition der USA stand auf dem Spiel, aber die Menschen waren damals noch nicht bereit, wieder einmal ihre Jungs in Kriege an ferne Gestade zu schicken wie 1917. Mit dem Angriff auf die UdSSR wurde Hitler Opfer seines Rassenwahns. Damit war aus einem Verbündeten ein Feind geworden. Der Luftangriff der Japaner auf Pearl Harbour/Hawaii (auch eine Beute des US-Kolonialismus) ermunterte Hitler zur Kriegserklärung an die USA. Und jetzt sah die Sache ganz anders aus. Die US-Freiwilligen waren kaum zu zählen. Jetzt konnte Roosevelt loslegen!

Und die Marshall-Plan-Hilfe nach dem Krieg? Ist das nicht ein Zeichen für die Menschenfreundlichkeit der USA? Keineswegs. Diese Hilfe war als Abwehr gegen den Kommunismus gedacht und wurde allen europäischen Staaten angeboten. Umgekehrt hatten die USA nie Probleme damit, weltweit ihnen unpässliche, frei gewählte Regierungen zu stürzen und durch faschistische Massenmörder zu ersetzen, so wie sie sich bereits kurz nach der Kapitulation erwiesener Nazi-Verbrecher als HiWis bedienten.

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