Leserbriefe

Unterensinger Zukunftsvisionen

22.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Herbert Heim, Unterensingen. Zum Artikel „Ein bunter Strauß Ideen für die Zukunft“ vom 11. November. Das gemeindeeigene Dreieck Greutweg/Steinbruchstraße wurde in den letzten Tagen vermessen. Daraus darf man schließen, dass es zur Wohnbebauung verkauft werden soll. Zur gleichen Zeit läuft eine groß aufgezogene Veranstaltung der Gemeinde: Unterensingen im Jahr 2025, Visionen für die Zukunft Unterensingens, Unterensingen attraktiv machen für die Zukunft, attraktiv machen für junge Familien, Miteinander der Generationen. Dieses Grundstück hat man seit den 70er-Jahren freigehalten für öffentliche Zwecke. Ursprünglich vorsichtshalber, falls man einen Kindergarten in dieser Gegend braucht. Den braucht man wohl dort nicht mehr. Aber im Zuge der mit viel Pomp aufgezogenen Veranstaltung, die der Gemeinderat ja beschlossen hat und die vor allem Zukunftsvisionen aufzeigen soll, bietet es sich doch an, dieses Grundstück, das wirklich ein Filetgrundstück ist, für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen und zu behalten.

Dr. Ehlers forderte ausdrücklich dazu auf, Dinge, die man ohne großen Aufwand bewerkstelligen kann, jetzt schon in Angriff zu nehmen. Man kann dort ein paar Büsche pflanzen, ein paar Bänke aufstellen, einen geschotterten Fußweg durchziehen und schon hat man einen Treffpunkt für Jung und Alt. Für ein paar Euro mehr kann man einen einfachen Kinderspielplatz einfügen, in der ganzen Gegend gibt es bisher keinen.

Ich frage mich, ob die Visionen der bei der Beschlussfassung anwesenden Gemeinderäte nur bis zu einem Verkauf eines der letzten gemeindeeigenen Grundstücke in hervorragender Lage gingen (Verkauf von Tafelsilber nennt man so etwas). Offensichtlich ist das so. Dann sehe ich für die Ergebnisse der groß aufgezogenen Veranstaltung „Unterensingen – die Zukunft im Blick –“ schwarz. Alle, die am letzten Samstag anwesend waren, waren mit großem Elan und viel Fantasie bei der Sache. Wenn es beim ersten Beispiel so losgeht, wird alles für die Katz sein. Leider.

Leserbriefe

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