Leserbriefe

„Unterensingen wird das schaffen“

02.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Jeder soll sich selbst ein Urteil bilden“ vom 24. Juni. Herr Kassberger beweist mit seinem Leserbrief durchaus seinen Tunnelblick. Natürlich stimmt es, dass für die meisten Geflohenen die Bundesrepublik Deutschland nicht der erste sichere Drittstaat ist. Ja und er hat auch recht, die Drittstaatenregel wurde im letzten Herbst außer Kraft gesetzt. Und doch ist dies alles im Rahmen unseres Grundgesetzes, unserer Verfassung.

Artikel 23 der Europaverträge gibt hier die Richtung vor. Die Drittstaaten sind alle ebenfalls in der Europäischen Union und so ist die Bundesrepublik als größtes Land der EU einfach aus Gründen der Solidarität gefordert. Solidarität und Menschlichkeit sind die Maßstäbe der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik. Hier kann keine Verfassungswidrigkeit herbeigeschrieben werden.

Das beschriebene Verhalten des Unterensinger Bürgermeisters ist sicher nur sehr bedingt als klug zu bezeichnen, wenn er für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen Orte des bürgerschaftlichen Engagements und der Kultur zur Disposition stellt. Genau solche Orte braucht es für die gelungene Integration der Geflohenen.

Unterensingen wird das schaffen, die Bundesrepublik Deutschland wird es im Rahmen des Grundgesetzes schaffen, so wie es nach dem letzten Weltkrieg gelungen ist!

Leserbriefe

Die Stomleitung in den Boden verlegen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wohnungsbau im Gewann Wasserfall“ vom 13. Juli. „Zur Hochspannungsleitung halten wir dabei gebührend Abstand“, meint Stadtplanerin Schreiber bei der Vorstellung der Wohnbaupläne am Schelmenwasen. Diese Maßeinheit bedarf einer Präzisierung: Was ist…

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