Leserbriefe

Tsunami fegte über den Schlossgarten?

25.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Zum Artikel „Nächtlicher Kahlschlag“ vom 23. Februar. „So han i’s mir net vorgschtellt“, diesen Satz hört man immer öfter am Bauzaun vor dem ehemaligen Schlossgarten in Stuttgart, der nun endlich von „dem Gesindel“ gesäubert wurde. Endlich haben wir unseren Park sauber zurückbekommen! Aber wo sind denn die Bäume hingekommen? Wieso ist der ganze Park mit einem hohen Zaun wie um das Gefängnis in Stammheim umstellt und wie sollen wir denn im Sommer zum Biergarten kommen? Wie kommen wir zum Planetarium, wie kommen wir in den Park? Fragen über Fragen, für die keiner eine Antwort weiß.

An die vielen Fußgänger hat offensichtlich niemand gedacht. Auch die Nordseite des Hauptbahnhofes bis zum Genohaus ist eine einzige Betonwüste geworden. Alle Bäume wurden in einer Nacht- und Nebelaktion diese Woche abgesägt und geschreddert. Eine unwirkliche Gegend haben sie aus Stuttgart gemacht. Betonwüste und volle Autostraßen sind nun zur täglichen Realität geworden. Und es wird noch schlimmer kommen. Die Bahn ist nicht mehr zu bremsen in ihrer Abreißwut.

War es dies, was 58 Prozent bei der Volksabstimmung wollten? Jetzt werden die Dimensionen der riesigen Baustelle sichtbar und so mancher Zeitgenosse bekommt nasse Füße, für was er seine Stimme gegeben hat. Unser grüner Ministerpräsident und der Verkehrsminister sind vollkommen in der Versenkung verschwunden. Machtlust gegen schlechtes Gewissen, wer da wohl als Sieger hervorgehen wird? Sehr bald werden alle feststellen, dass wir kleinen Bürger alle die Verlierer sind und zahlen dürfen für diese sehr traurige Geschichte. Ein Tsunami ist normalerweise eine Naturkatastrophe, aber in Stuttgart haben ihn die Menschen selbst gemacht! Vater Staat gegen Mutter Erde; wer diesen Kampf gewinnt, wird die baldige Zukunft zeigen!

Leserbriefe

Nürtingen für die Enkel und Urenkel

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Freie Wähler plädieren für Investorenwettbewerb am Neckar“ vom 20. Juli sowie einigen anderen Veröffentlichungen dieser Tag.

Ich gehe bald auf die achtzig zu. Sollen Weib, Kinder und Enkel sagen, am besten kommt der Alte gleich ins Heim? Denn wenn er…

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