Leserbriefe

Tourismuskonzept

12.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Hierlemann, Nürtingen. Jetzt wird es ernst: Die Suche nach einem Tourismusmanager für Nürtingen hat mit der Veröffentlichung des Stellengesuchs begonnen. Ich begrüße die Einrichtung dieser Funktion ausdrücklich, denn Nürtingen hat ohne Zweifel mehr zu bieten, wie es derzeit scheint. Mit der neu zu besetzenden Stelle besteht nun erstmals die Chance, dass unsere Stadt ein klar geschärftes Profil bekommt. Folgerichtig ist als eine der Hauptaufgaben die Entwicklung des touristischen Profils der Stadt genannt. Nur darauf basierend kann das so herbeigesehnte Tourismuskonzept entwickelt werden.

Doch für was steht Nürtingen heute? Die Stadt am Fluss? Mit der B297 daran verlaufend, kaum einer Möglichkeit, schön daran zu flanieren, sowie stadtseitig mit Wasserwerk und erhöhter Betoneinfassung des Flusses bislang wohl kaum. Die Hölderlin-Stadt? Wenn sich die Stadtoberen dafür entscheiden, das Hölderlinhaus abzureißen, so disqualifizieren sie sich bereits im Vorfeld, mit diesem Pfund zu wuchern: Was sollte denn an Hölderlin erinnern? Eine Tafel analog dem Steinernen Haus: Hier wohnte Hölderlin. Leider war das Haus zu teuer zu renovieren und ein Neubau ist ja eh viel schöner? Das HöGy? Auch ein Hölderlinrundgang reicht sicher nicht aus.

Ist es die Altstadt, die Nürtingen ausmacht? Wenn der Charme der (dank Privatleuten, nicht der Stadt) so liebevoll hergerichteten Altstadt auf ganz Nürtingen ausstrahlen könnte, so wäre eine Antwort leichter. Und doch: Nürtingen ist dies alles drei und noch viel mehr. Jeder Nürtinger hat seine eigene Stadt im Kopf. Die Herkulesaufgabe wird sein, das jetzige Profil zu erkennen, die Stärken der Stadt herauszuarbeiten, in den Vordergrund zu stellen und weiterzuentwickeln.

Eine Befragung der Bürger Nürtingens halte ich hier für sehr aufschlussreich und empfehlenswert. Die somit identifizierten Gene der Stadt müssen die Grundlage für ein Tourismuskonzept sein, das nicht aufgesetzt wirkt, sondern aus dem innersten der Stadt selber kommt. Nur so ist die Stadt sich selbst treu, ist glaubwürdig und wird auch genauso von außen wahrgenommen.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

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