Leserbriefe

Toleranz statt Ignoranz walten lassen

04.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Siegfried Oberth, Unterensingen. Zum Artikel „Eigengewächs“ vom 29. Dezember. Der neue Landesbeauftragte der Ditib, Ali Ipek, ist ein junger Mensch, der in Deutschland studiert hat und den Eindruck erwecken soll, die Ditib habe einen Kurswechsel eingeschlagen.

Doch durch seine Aussage, die in Deutschland lebenden Türken seien liberaler als die in der Türkei, offenbart er sich. Wenn von einer Islamphobie die Rede ist, dann ist dies zum Teil auch das Verdienst der türkischen Gemeinden in Deutschland.

Aus meiner persönlichen Beobachtung kann ich sagen, dass die jungen Generationen deutlich fundamentalistischer eingestellt sind als die ersten zwei Gastarbeitergenerationen. Die Integrationsbereitschaft nimmt eher ab als zu. Integrationswillige werden oftmals von den Gemeinden gegeißelt. Der Trend in Richtung Parallelgesellschaft wird meines Erachtens bewusst von der Ditib gefördert.

An dieser Entwicklung sind wir mit schuld. Viel zu lange hat man unter dem Deckmantel der Toleranz Ignoranz walten lassen und die Augen vor den Negativentwicklungen verschlossen. Statt die integrationswilligen Kräfte in den türkischen Gemeinden zu unterstützen, hat man das Feld den Grauen Wölfen/Ditib überlassen.

Imame, die in Deutschland ausgebildet werden, sind meiner Meinung nach der richtige Weg. Dies muss der Ditib und Ali Ipek klargemacht werden. Die Studieninhalte sollen sich an den Grundwerten des Grundgesetzes orientieren und nicht an den Vorgaben der staatlichen Religionsbehörde aus Ankara. Erst wenn dieses geschehen ist, kann man sagen, „der Islam gehört zu Deutschland“.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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