Leserbriefe

Teufelsbrücke: Fakten werden unterschlagen

26.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Zum Leserbrief „Die Teufelsbrücke und ihre Mehrkosten“ vom 17. April. Der Leserbrief war überflüssig, da schlecht nachgeprüft oder schlichtweg falsch. Er bietet mir aber die Gelegenheit, auf einiges hinzuweisen. Herr Döhne unterschlägt die Berichterstattung in der Nürtinger Zeitung zu einigen Fällaktionen in der Teufelsklinge. Im Zuge des Ausbaues der L 1205 wurde das Hangteil zwischen Brücke und Landesstraße östlich des Baches komplett abgeholzt. Da entstand schon der „idyllische Blick“ auf die Landesstraße.

Bei der Verlegung der Einleitungsstrecke des RÜ 10.3 entlang der Landesstraße wurden ebenfalls viele Bäume gefällt. Bei der Installation der Rauen Rampe am Portalausgang des Tunnels unter der Landesstraße wurden weitere Bäume gefällt. Einige der Bäume, die nun an der Brücke gefällt werden mussten, waren vom Eschenpilz befallen, andere neigten sich gefährlich auf die Brücke zu. Die Anzahl der Bäume, die an der Brücke leider gefällt werden mussten, war zu den vorigen Maßnahmen gering. Aber nach dem Abschluss der Arbeiten an der Brücke kann dort der Waldrand neu aufgebaut werden, was bisher gefehlt hat.

Im Übrigen gab es in der Klinge nur wenig Bäume über 60 Jahre, denn nach dem Zweiten Weltkrieg war dort kaum ein Baum. Seit dem Ausbau der Landesstraße habe ich auf die Schädigungen durch die Wasserzufuhr in die Klinge hingewiesen. Zuerst mündlich bei Ortsterminen, dann in Stellungnahmen über den Landesnaturschutzverband. Erst als ich beim Straßenverkehrsamt die Sperrung der Landesstraße beantragt habe, wurde reagiert. Schon damals war klar, dass die Kosten für eine zeitgemäße Entwässerung aus Richtung Hardt, Wolfschlugen und der Oberensinger Höhe sehr hoch sind. Deshalb war das auch nicht unbedingt ein Thema für die Verwaltungen.

Die Sanierung der Teufelsbrücke ist da das geringste Problem. Diese Kosten sind gering gegenüber der Regelung des Oberflächenwassers. Alles wurde der Teufelsbrücke zugeschoben, um die wirklichen Ursachen nicht angehen zu müssen. Ein Natur- und Baudenkmal sind besonders geschützte Objekte, die nicht durch schädigende Einflüsse beeinträchtigt werden dürfen. Dazu gehören nun mal die Einleitungen von Oberflächenwasser. Meine Verantwortung trage ich. Zuletzt würde mich schon interessieren, wo sich Herr Döhne mal ehrenamtlich für eine Sache einsetzt hat und vielleicht auch Verantwortung übernommen hat.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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