Leserbriefe

Sumpfiges Gelände betreten

15.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Martin Häberle, Nürtingen. Zu Artikel „Der OB-Kandidat und das Urheberrecht“ vom 12. Oktober. Nun soll ein verbliebener Gegenkandidat der OB-Wahl nach dem Muster Guttenberg madig gemacht werden. Der Unterschied ist hoffentlich klar: Guttenberg wollte seine Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit nachweisen. Deshalb musste er entweder eigenständige geistige Arbeit leisten oder Zitate kennzeichnen. Wie viele Politiker oder Journalisten haben Erkenntnisse oder Aussagen anderer wortwörtlich verbreitet, ohne auf die Urheberschaft hinzuweisen? Müssen sie das? Nein! Denn sonst könnten wir weder Goethe noch Schiller, Götz von Berlichingen oder sonst wen zitieren, ohne auf die Urheberschaft hinzuweisen.

In einer in der Zeitung abgedruckten Pressemitteilung der Stadt Nürtingen vom 1. September wurde der Eindruck erweckt, OB Heirich habe durch Gespräche mit Kassen und Kassenärztlicher Vereinigung die Notfallpraxis Nürtingen gerettet. (Die ist bis heute nicht gerettet.) In den genannten Institutionen konnte sich niemand an Gespräche mit dem OB erinnern. Er hat sich mit Federn geschmückt, die er nicht tragen darf.

Deshalb widersprach der Vorstand der Notfallpraxis in einem Leserbrief dem von Heirich erweckten Eindruck. Im Leserbrief stellten wir einen Zusammenhang zwischen der Falschmeldung und dem Wahlkampf Heirichs dar. Genau diese Darstellung unseres Leserbriefes wurde nicht abgedruckt. Warum? Wir kennen die Anmerkung der Redaktion am Ende der Leserbriefseite. Als Urheber eines Leserbriefes möchte ich gerne selbst entscheiden, welche Kürzung sinnerhaltend ist.

Ich wünsche mir eine Zeitung, die auch im Wahlkampf unabhängig und überparteilich berichtet und darauf verzichtet, sumpfiges Gelände zu betreten.

Leserbriefe

Nürtingen sollte die Chance nutzen

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Artikel „Neckarufer-Bebauung auf Eis gelegt“ vom 14. Februar. Mit großer Freude las ich vom Beschluss des Gemeinderats, sich doch wieder auf die Seite der Bürger zu stellen und den Platz auf dem Melchior-Areal bis auf Weiteres so zu belassen. Investoren sind eben…

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