Leserbriefe

Stuttgart?21 und die Lehrer

20.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Trotz sinkender Schülerzahl immer mehr Lehrer“ vom 10. Juli. Bei dem Artikel fällt auf, dass die Politiker aller Parteien bedenkenlos 14 000 Arbeitsplätze von Lehrern vernichten wollen. Was geht hier eigentlich vor in dem Land, welches Kinder und Bildung bisher immer als Zukunft preist?

Schnell wurde ein „Lehrer-Kompromiss“ gefunden mit „nur noch“ 8000 Lehrern, die eingetauscht werden sollen als „überflüssig“ gegen einen „völlig überflüssigen“ Tunnel-Bahnhof mit acht Gleisen.

Eine Begründung für das unsinnige Projekt S 21 war die Schaffung von Tausenden Arbeitsplätzen. Einige haben selbst heute noch nicht begriffen, dass dieses Arbeitsplatzmärchen und andere Unwahrheiten längst widerlegt sind. Jetzt vernichtet S 21 aber sogar Arbeitsplätze und die Zukunft im Bahnverkehr, weil Unmengen Geld falsch ausgegeben werden. S 21 braucht niemand. Aber die Milliarden brauchen wir alle und unsere Kinder erst recht, damit nicht nur 8000 Lehrer ihren sinnvollen Arbeitsplatz behalten können, sondern auch all die anderen wichtigen Aufgaben in Stuttgart und im Land endlich bezahlt werden können, bevor das Geld für die Zerstörung weiterer Parks und Gebäude und für falsch geplante Tunnels und Baugruben ausgegeben wird.

Es fällt auf, dass kein Politiker und kein Rechnungshof S 21 als maßlose Geldverschwendung erwähnen mag oder darf. Dabei war es Winfried Kretschmann, der schon am 16. August 2010 auf der Montagsdemo zu S 21 gesagt hat: „Wir kämpfen erbittert dagegen . . . weil dieses Projekt eine Reichweite von mindestens 20 Jahren haben wird und in ganz dramatischer Weise die Verkehrspolitik, die Finanzen und die Politik insgesamt in eine falsche Richtung lenken wird.“ Die „falsche Richtung“ trifft jetzt erst mal 8000 Lehrer, nachdem vor Kurzem der Nahverkehr wegen Geldmangel reduziert werden musste. Aber 20 Jahre sind noch nicht vorbei, und dies war erst der Anfang. Die Richtung stimmt erst wieder, wenn Schluss ist mit S 21.

Leserbriefe

Gambia ist kein sicheres Herkunftsland

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

Gambia…

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