Leserbriefe

Stuttgart 21 und die Sicherheit

20.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Gegner: Brandschutz verbrecherisch“ vom 16. Oktober. Unser Ministerpräsident Kretschmann hat sich aufgeregt, dass er von der Expertise zu den Mängeln beim Brandschutz im S-21-Bahnhof aus der Presse erfahren musste. Eigentlich tut er mir etwas leid, denn diese Mängel sind den Insidern spätestens seit dem sogenannten Schlichtungsgespräch mit Heiner Geißler längst bekannt. Allerdings bisher ohne irgendwelche Konsequenzen.

Hier wäre es meines Erachtens unbedingt seine Aufgabe, eine weitere Beteiligung des Landes abhängig zu machen von neuen Genehmigungen. Wenn mein kleiner Enkel als Dreikäsehoch am Fahrpult meiner Märklin-Eisenbahn schaltet, gibt’s auch immer mal wieder Entgleisungen. Wenn aber der 60-jährige Herr Grube oder Herr Kefer bei unserer Bahn schaltet und waltet, dann es geht um Leben und Tod oder zumindest Chaos und Ausfälle für viele Menschen. Es ist diesen beiden gelungen, in relativ kurzer Zeit den bundesweit sichersten und pünktlichsten Hauptbahnhof in das komplette Gegenteil zu verkehren. Ganz abgesehen von den Zerstörungen am Bonatzbau und dem Reichsbahngebäude sowie der Parkrodung. Weiterhin sollen Fakten geschaffen werden, um das Projekt unumkehrbar zu machen. Trotz aller Risiken, die daneben noch auftreten werden.

Im Engelbergtunnel müssen wegen Reparaturen wegen des anstehenden Anhydrid schon wieder zwei Fahrspuren gesperrt werden, weil mit hohen Kosten repariert werden muss. Was passiert wohl, wenn so etwas im Fildertunnel notwendig wird, sofern es je dazu kommt, dass er gebaut wird. Die Züge könnten lediglich im Gegenverkehr in einer Röhre fahren! Die Auswirkungen würden sich auf das ganze Land ausbreiten. Murks bleibt Murks. Aber baut nur weiter: Das Geld bleibt ja im Land. Deutsche Ingenieurleistung wird international manifestiert (siehe Elbphilharmonie, Großflughafen Berlin) und „Wir wollen uns einen Namen machen“. Den hat man schon, nur mit welcher Bewertung, das wird die Zukunft zeigen.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

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