Leserbriefe

„Stuttgart 21 stoppen!“

25.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Neue Strafanzeige zum schwarzen Donnerstag“ vom 24. September. In dem Artikel werden bisher geheime Video-aufnahmen erwähnt, die von Beweisdokumentationstrupps der Polizei während der brutalen Einsätze am 30. September – dem berüchtigten „schwarzen Donnerstag – gemacht wurden. Der gezielte Einsatz der Wasserwerferkanonen und das Einreiben von Pfefferspray in Gesicht und Augen mit gefährlichen Handschuhen ist einwandfrei dokumentiert in den Bildern und offenen Gesprächen der Polizeikämpfer.

Obwohl der Polizeieinsatz nach Zählung der Demonstranten 400 Verletzte gefordert hat, wurden diese Rechtsverletzungen bis heute nicht aufgeklärt und gesühnt. Der ehemalige Richter Dieter Reicherter war im Schlossgarten dabei und hat aufgrund der endlich aufgetauchten neuen Video-Beweise eine weitere Strafanzeige gestellt.

Gerade noch rechtzeitig, denn nach fünf Jahren verjähren derartige Verbrechen. Gefordert wird deshalb, diese Verjährung aufzuheben, denn der „schwarze Donnerstag“ ist noch lange nicht aufgeklärt. Diese Themen werden auch auf der großen Kundgebung am 30. September ab 18 Uhr vor dem Hauptbahnhof Stuttgart angesprochen in den Reden von Egon Hopfenzitz, Jo Bauer, Dr. von Loeper, Martin Poguntke und Dieter Reicherter.

Fünf Jahre schon sind vergangen seit der Vernichtung der ersten Bäume im Schlossgarten und die bittere Wahrheit über das unsinnige Projekt Stuttgart 21 ist überall erkennbar. Jetzt werden schon mehr als zehn Milliarden verschwendet, um einen zuverlässigen und zukunftsfähigen Kopfbahnhof mit 16 Gleisen zu zerstören und die ganze Stadt ins Chaos zu stürzen. – Als minderwertigen Ersatz versucht man seit 20 Jahren einen kleinen, sehr schrägen, brandgefährlichen Haltepunkt mit nur acht Gleisen und 60 Kilometern Ringtunnel als S21 zu planen, der das angebliche Ziel von „mehr Verkehr auf die Schiene“ schon lange verfehlt hat und jeden Tag neue Probleme bereitet, wie es von den Kritikern vorher gesagt wurde. Fünf Jahre „schwarzer Donnerstag“ sollten genug sein. Deshalb: Schluss mit dem Unsinn S21!

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