Leserbriefe

Stuttgart 21 schafft neue Probleme

16.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Bahn will deutlich größere Freiheiten“ vom 8. November. In dem Artikel wird erwähnt, dass die beiden Grünen im Lenkungskreis – Verkehrsminister Hermann und OB Kuhn – „scharf kritisieren, dass weder die Gutachten des Bundesrechnungshofs noch die vom Aufsichtsrat angeforderte Expertise zur Kostenentwicklung vorlagen“. Trotzdem behauptet Hermann, „die fast zehn Milliarden Euro Baukosten des Rechnungshofs seien zu hoch“! Woher will er das wissen ohne das Gutachten?

Dabei bestätigt der Rechnungshof doch nur die 9,8 Milliarden Euro S21-Kosten aus dem öffentlichen (!) Gutachten des zuverlässigen Dr. Vieregg aus München, der schon damals 6,8 Milliarden Euro korrekt ermittelt hat, als Bahn und Politik noch die falschen 4,526 Milliarden Euro für die sogenannte Volksabstimmung verbreiteten.

Verkehrsminister Hermann glaubt „als grün-kritischer S21-Begleiter“ auch ohne die Expertise zur Kostenentwicklung blind an die 6,5 Milliarden Euro, die von der Bahn jetzt vertreten werden. Er gibt allerdings zu, dass davon zwei Milliarden Euro noch gar nicht legitimiert sind – beziehungsweise sogar mehr als fünf Milliarden, wenn er endlich das Gutachten des Bundesrechnungshofs mit den fast zehn Milliarden Euro „lesen darf“.

Erstaunlich ist, dass der kleine Vier-Personen-Lenkungsausschuss einig ist, dass S 21 „nicht alle Probleme im Bahnverkehr lösen wird“ und Verbesserungen sein müssen. Das ist die Mogelpackung, mit der die von Anfang an falsche S21-Planung gerettet werden soll. Aber wozu? S 21 wird jetzt schon zehn Milliarden Euro kosten. Hinzu kommen „Verbesserungen“ für noch einmal X Milliarden. Und dann? S 21 bleibt auch dann bei nur acht Gleisen und ist ein Rückbau im Bahnverkehr. Daran ändern auch markige Sprüche des grünen OB Kuhn nichts.

Auch der S21-Ausschuss im Stuttgarter Gemeinderat muss am 15. November wieder einmal über S 21 beraten – fünf Stunden lang über Kosten und Brandschutz. Eine schwierige Situation: „Kopf in den Sand stecken“ geht eigentlich nicht mehr.

Entweder langfristige Verkehrsprobleme mit „Stuttgart 21“ für zehn Milliarden Euro plus X oder gleich Umstieg auf den modernisierten Kopfbahnhof als Verkehrskonzept der Zukunft und Einsparung von 6,5 Milliarden Euro? Die Vorschläge und Gutachten sind öffentlich auf www.umstieg-21.de – auch für Bürgermeister, Gemeinderäte und Verkehrsminister.

Leserbriefe

Inklusion geht auch friedlich

Sabrina Kiefer, Oberboihingen, Mutter eines Kindes aus der Klasse 4b der Kirchrainschule Oberboihingen. Zum Artikel „Es knirscht im Gebälk“ vom 26. November. Ich bin Mutter eines Integrationskindes und bin sehr froh, dass es Integration beziehungsweise Inklusion gibt, denn mit dieser Hilfe kann…

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