Leserbriefe

Stuttgart 21 am Scheideweg?

24.06.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Kommentar „In Nöten“ vom 16. Juni. Dass es pures Abenteurertum war, schon mal loszulegen, obwohl zum Beispiel für die Anbindung des Flughafens noch nicht einmal belastbare Pläne vorlagen, werden im Kommentar und im dazugehörigen Artikel auf Seite drei derselben Ausgabe geschildert. Von der gesamten S21-Misere wollen viele Verantwortliche erst jetzt „völlig überraschend“ erfahren haben.

Wie zum Beispiel Fritz Kuhn, der grüne Oberbürgermeister aus Stuttgart, Winfried Hermann, der Verkehrsminister in der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg, diverse Bahn-Aufsichtsratsmitglieder und auch CSU-Verkehrsminister Dobrindt in der schwarz-roten Regierung von Angela Merkels CDU, die „S21 zum Zukunftsprojekt erklärt hat“ und ihren Kanzleramts-Spezi Ronald Pofalla in den Bahnvorstand getrickst hat.

Diese Probleme mit der Wahrheit über S21 haben die Projektgegner nie gehabt und seit Jahren bewiesen – nicht nur in über 325 Montagsdemos –, dass es nie ein „bestgeplantes Projekt der Bahn“ gegeben hat. Aber „wer nicht hören will, muss fühlen“ gilt auch für die Politiker in Stadt und Land – und jetzt ist es so weit: „Steht S21 auf der Kippe?“.

Statt der verwirrenden Grafik im Artikel wäre allerdings ein Bild des wunderschönen neuen Kopfbahnhofs überzeugender gewesen, den eine kreative Arbeitsgruppe im „Aktionsbündnis gegen S21“ entworfen und bereits vorgestellt hat: Ein Bahnknoten mit ZOB, Parkdeck, neuem Südflügel, Amphitheater im neuen Schlosspark und auf 16 barrierefreien Gleisen ein integraler Taktverkehr nach Schweizer Vorbild – und noch viele sinnlose S21-Milliarden gespart!

Der Umstieg auf diesen Plan B mit einer „Bahn für alle“ kann sofort beginnen – man muss es nur wollen!

Leserbriefe

Abstrakte Argumente von de Maizière

Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Kauder will notfalls Verfassung ändern“ vom 5. Januar. Unser Bundestagsabgeordneter, Michael Hennrich, kritisiert demnach, dass von den Kritikern des Bundesinnenministers keiner sage, was die Vorteile der jetzigen Regelungen seien. Das erstaunt…

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