Leserbriefe

Sterbehilfe: Was folgt auf den Giftcocktail?

22.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Gerhard Steigerwald, Nürtingen. Zum Artikel „Leben und Tod im Bundestag“ vom 14. November. Beim sogenannten selbstbestimmten Tod reicht die Freiheit nur bis zum letzten Schluck des Giftcocktails. Dann ist es mit der freien Selbstbestimmung vorbei. Ab jetzt wird man die Macht des Giftes mit allen Konsequenzen erdulden müssen. Was ist, wenn man den Todestrank zum Teil erbricht oder das Gift, wie bei Hinrichtungen in den USA, einen furchtbaren Todeskampf zur Folge hat? Was ist, wenn einen plötzlich die totale Todesangst packt und man alles rückgängig machen möchte? Ist das ein Sterben in Würde, wenn man in Wirklichkeit sich selbst mit einem Giftcocktail zugrunde richtet?

Wer weiß, was da in einem Sterbenden vorgeht? Wer weiß, ob die so Sterbenden nicht ein schlimmeres Leiden erleben müssen als die Leiden, denen sie entfliehen? Das körperliche Leiden hat sicher einmal ein Ende. Die Nahtodeserfahrungen zeigen doch, dass die Seele sieht, hört und fühlt. Nimmt sie ihre seelischen Leiden mit? Ihre möglichen herzzerreißenden Sorgen und Ängste, die möglichen beißenden Selbstbeschuldigungen? Aber das ist noch nicht alles! Was ist, wenn sich die Höllenerlebnisse der Nahtodeserfahrungen eines C. G. Jung einstellen? Wenn man fürchterlichen Lebewesen begegnet, die einen bedrohen?

Wie steht es mit der Hoffnung auf Gott, wenn man spürt, dass das Gebet ins Leere geht und im Unterschied zum jetzigen Leben trotz herzzerreißenden Flehens kein Echo bei Gott findet und seine Antwort ist: Ich kenne Dich nicht (Vergleich Lukas 14)?

Manche, die das lesen, werden sich sagen: Das sind doch alles unverantwortliche Hirngespinste. Möglich. Jeder hat sein Sterben in der Hand, aber nicht das, was nach dem Verscheiden ihm zustößt. Armer Mensch, wohin gehst Du?

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Verschwundene Schilder und die Folgen

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